05.09.2015, Samstag (Reisetagebuch Tag 2)

05.09.2015, Samstag (Reisetagebuch Tag 2)

Hallo ihr Lieben!

Es geht weiter mit dem zweiten Tag unserer Tour. Der Text ist wieder von Dennis und mir zusammen geschrieben worden. Viel Spaß beim stöbern 🙂

05.09.2015, Samstag

Wir stehen an diesem Morgen relativ spät auf. Erst gegen 08:00 Uhr. In der Nacht fing es an zu regnen und natürlich hat es bis jetzt nicht aufgehört.

So machen wir, soweit wir können, alles im Zelt fertig: Schlafsack und Isomatte einrollen, eine aufgerollte Isomatte ist eine super Sitzgelegenheit. Nicht so bequem wie ein Stuhl, aber von der Höhe passt das im Zelt genau. Die Hunde dürfen noch etwas schlafen, im Zelt wird dann noch ein bisschen umsortiert und die Dinge, die am heutige Tag nicht gebraucht werden, werden in die Rucksäcke verstaut.

Danach muss natürlich erstmal ein Kaffee her. Ansonsten ist das Frühstück kein richtiges Frühstück 😉 Dennis flitzt schnell zum Fluss, holt Wasser und dann ist es auch schon fast so weit. Das Kaffeewasser können wir mit dem Sturmkocher von Trangia ganz entspannt im Vorzelt kochen. Vor ein paar Wochen haben wir uns einen wiederverwendbaren Kaffeefilter gekauft, den man mit drei Beinchen auf eine Tasse stellen kann. Der Filter ist komplett aus Plastik und kann dadurch super abgewaschen und wieder benutzt werden. Ein bisschen Fummellei ist es schon, bis der Filter hält, aber dann funktioniert es super. Der morgendliche Kaffee ist also für den Rest der Tour gesichert. Oder zumindest so lange, bis wir den Filter versehentlich zerstören. Aber hoffentlich wird uns das nicht so schnell passieren. Das wäre sonst ein großes Problem 😉

Gegen kurz vor 11 Uhr haben wir es dann auch endlich geschafft unseren Krams soweit komplett zu packen und wir brechen auf. Heute geht es schließlich so „richtig“ los. Die erste „größere“ Etappe steht an. Die Rucksäcke sind wegen dem gefutterten Hundefutter und unseren Essen immerhin um etwa 600g leichter. Immerhin etwas…

Aber trotzdem, man merkt schon, dass man mit guten 26kg bzw. knappen 22kg herum wandert. Schon sehr anstrengend. Dany hat sogar noch kleine Probleme beim anziehen des Rucksacks. Alleine und ohne Hilfe ist das nicht möglich…oje oje… Aber immer schätzt Sie es, wie schön es ist, so einen persönlicher Rucksackanheber dabei zu haben 😉

Die Jungs sind natürlich wieder total wild und wollen nur laufen, laufen, laufen. Dany scheint recht angestrengt zu sein, Jamiko so zu führen, dass Sie kaum mit ihren Rucksack und den Trekkingstöcken noch hinterher kommt. Ein kleine Diskussion mit dem Hund scheint dann Wunder zu wirken und nach den ersten paar Minuten haben sich die Zwei wieder gefunden und ab da geht es auch wieder.

Mit den schweren Rucksäcken und unseren noch nicht so wirklich vorhandenen „Rucksack-Trage-Muskeln“ machen wir ca. alle 15 Minuten eine kleine Pause. Ganz schön anstrengend…wie haben wir das doch vermisst 😉

Alles in allem ist das aber nicht so schlimm, denn beim wandern kann (Dany zumindest) fast nur auf den Weg gucken, um nicht zu stolpern. Die Landschaft „verpasst“ sie so und kann sich diese dann ansehen, wenn wir steht oder auf gemütlichen Lapplandfelsen sitzen.

Da alles noch neu für uns ist, ist das gar nicht so übel und es ist schön mit den vielen Pausen die Natur in sich aufnehmen zu können.

Unsere größte Sorge vor der Tour war: Wie bekommen wir Jamiko über die Hängebrücken?

Die Brücken haben wir zuvor schon in Internetvideos gesehen. Relativ hoch, wackelig und dann auch noch mit Gitterboden wo man durchschauen kann…. Das kann ja heiter werden.

Letztes Jahr haben wir ja schon unsere erste Erfahrung mit einer Holzhängebrücke gemacht und Jamiko war alles andere als begeistert. Wir brauchten damals gute 15 Minuten um das Tupfentier über die Brücke zu bringen. Und ausgerechnet heute stehen dann auch noch direkt zwei von den Dingern (zum Glück aber aus Metall) auf dem Plan.

An der ersten Brücke entwickeln wir dann einen Mini-Schlachtplan: Dennis wartet mit den Hunden, während Dany ihren Rucksack rüber bringt. Dann geht Sie zurück und holt Jamiko ab. Dennis kann Bentley ja direkt mit seinem Rucksack rüber tragen. Bentley hat ja den praktischen Tragegriff am Geschirr und kann so ganz bequem als lebendige Handtasche getragen werden 😉

Die Brücke schwankt schon ganz gut, obwohl wir langsam und ohne den schweren Rucksack unterwegs sind. Jamiko ist sehr langsam, etwas wackelig und unsicher, aber ohne groß zu zögern mit Dany dann über die Brücke gelaufen. Zum Glück, denn ansonsten hätten wir den da rüber tragen müssen, das wäre nicht so toll gewesen. Bei der zweiten Brücke, kurz vor der Abiskojaurestation, machen wir es dann wieder genau so. Das funktioniert auch wieder gut, obwohl die Brücke etwas höher und länger ist, als die Erste.

Auf unserem Weg treffen wir viele Wanderer, einige sogar auch mit ihren Hunden. Trailrunner und sogar Biker laufen bzw. radlen auch an uns vorbei. Den Weg zu joggen, oder mit dem Rad zu fahren… Respekt!

Gegen Nachmittag sind wir dann auch tatsächlich an der Abiskojaurestation. Erst haben wir überlegt, ob wir so weit gehen sollen, dass wir den Nationalpark wieder verlassen, um unser Zelt dort aufzustellen. Aber wir beschließen, dass wir gegen 16 Uhr keine Lust mehr haben um noch weiter zu laufen und machen den kleinen Abstecher zur Absikojaurestation.

Für 300 SEK dürfen wir uns einen Zeltplatz an der Stugan (hinter den Häusern) suchen. Kochen darf man dann in der Gemeinschaftsküche und natürlich gibt es auch Plumpsklos, die man benutzen darf.

Sogar Desinfektionsmittelspender hängen in den Kabinen drin. Sehr komfortabel 🙂 Zu Beginn weiß man das noch gar nicht so zu schätzen, aber je länger die Tour andauerte, desto schöner war es ein Plumpsklo an einer Stugan oder Stugorna zu finden und sich die Hände zu desinfizieren. Man muss sich halt mit den kleinen Dingen zufrieden geben 😉

Für 80 SEK kauft Dennis im Shop noch 2 Patches. Denn in jeder STF-Stugan kann man einen Patch kaufen. Die bekommt man auch wirklich nur dort, man kann sie nicht im Internet oder an einer andere Station bestellen / kaufen. Die Patches haben wir letztes Jahr auf der Tour auch gekauft und dann an die Rucksäcke genäht. Dieses Jahr wollen wir das natürlich auch machen. Den ersten Patch haben wir also schon 🙂 Jeder Patch hat ein für seine Region typisches Tier als Wappen.

An der Hütte selber ist es ziemlich voll. Es sind sehr viele kleine Grüppchen da, die anscheinend auch alle die Nacht, entweder im Zelt oder in einem der Zimmer, verbringen möchten.

Relativ schnell haben wir dann das Zelt aufgebaut und uns eingerichtet. An diesem Abend stellen wir dann blöderweise fest, dass Dennis anscheinend allergisch auf nicht ganz weich gekochten Reis ist. Nachdem er beinahe „gestorben“ ist haben wir dann beschlossen, dass Dany für den Rest der Tour Reis und Dennis die Nudeln essen wird. Sehr schön, Abwechslung adé….

Naja, es gibt schlimmeres. Schauen wir, was der nächste Tag bringt.

Das war der zweite Tag unseres kleinen Abenteuers. Bald geht es mit dem 3. Tag weiter!

Liebe Grüße,

Dany, Dennis und die Jungs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*