07.09.2015, Montag (Reisetagebuch Tag 4)

07.09.2015, Montag (Reisetagebuch Tag 4)

07.09.2015, Montag

Der morgendliche Tagesablauf ist ab jetzt eigentlich gesetzt: Aufstehen so gegen 7:00 Uhr, dann ein feines Frühstück, Rucksäcke packen und zwischen 9:30-10:00 Uhr aufbrechen.

Auf Grund der Witterung der ersten Tagen packen wir das Innenzelt und das Außenzelt getrennt von einandern ein. Das Außenzelt ist meistens feucht und wir wollen zumindest das Innenzelt und unserer Sachen davor bewahren komplett nass zu werden. Das wäre dann wohl kein Spaß mehr, darin zu schlafen. Das ist natürlich beim Auf- und Abbau etwas mehr Arbeit, aber dafür schlafen wir trocken. Da müssen eben Prioritäten gesetzt werden 😉 .

Über Nacht hat es anscheinend auch in den Bergen, die uns umgeben, geschneit. Die Berggipfel sind alle mit einer leichten Schneedecke bedeckt. Als wenn man Puderzucker gestreut hätte.

Von der Kälte haben wir aber alle nichts mitbekommen. Wir sind in den Schafsäcken gut verpackt und Bentley hat seinen Hundemantel an und kann, wenn er möchte, zu Dany in den Schlafsack wandern. Das Angebot hat er bis jetzt in den ersten Nächten auch schon das ein oder andere Mal angenommen 😉

Jamiko ist in seinem Overall und in dem Sommerschlafsack eingewickelt und hat es von uns allen wahrscheinlich am kuscheligsten.

Zu Beginn des Tages kommen wir relativ schnell voran. Doch irgendwann merken wir wieder, dass wir ja doch jeder 25 kg bzw. 21kgt auf dem Rücken tragen und wir machen öfters wieder kleine Pausen. Der Weg geht wieder viel über Planken. Einen kleinen Fluss müssen wir auch überqueren. Das ist aber gar kein Problem, da das Wasser nicht viel tiefer als Knöcheltief ist. Jamiko geht da einfach so durch und Bentley wird an seinem praktischen Tragegriff rüber getragen.

Nach einiger Zeit wird der Weg dann doch noch etwas beschwerlicher. Wir schlagen uns durch ein ziemlich großes Schlammfeld und sehen alles etwas vermatscht aus.

Aber DAS IST TREKKING! 🙂

Der Weg führt uns weiter, direkt an den See Alisjávri und sogar über einen Strand! Mit richtigem Sand! Wirkt total idylisch und lädt auch direkt dazu ein, die Mittagspause hier zu verbringen. Das machen wir dann auch sofort und genießen bei Knäckebrotsnacks und Beef Jerky die Aussicht….Jamiko und Bentley möchten allerdings nicht genießen… Nein, die Zwei flitzen über den Strand und buddeln im Sand, was das Zeug hält! Sand ist schließlich zum buddeln da 🙂

Nach der 30-minütigen Mittagspause geht es dann weiter. Seit einiger Zeit können wir schon die Alesjaurestugorna auf einem kleinen Berg thronen sehen. Da wollen wir heute hin, oder eher gesagt, daran vorbei. Dabei wollen wir der Hütte einen kleinen Besuch abstatten und einen Patch  für unsere Sammlung besorgen.

Langsam, ganz langsam, aber sicher kommen wir dem Ziel auch näher. Nach einem, doch relativ steilen und somit anstrengendem Anstieg, kommen wir bei der Stugorna gegen 14:30 Uhr an. Dennis flitzt dann in den Shop und hat besagte 2 Patches gekauft. Das durften wir ja auf keinen Fall vergessen 🙂

Wir haben an der Stugorna noch ein bisschen Pause gemacht, denn auf der anderen Seite des Berges mussten wir wieder runter. Das ist dann *natürlich* fast genau so anstrengend wie das Raufgehen. Und um das Ganze noch zu toppen: Direkt danach geht es wieder über eine Hängebrücke.

Jamiko scheint die Sache nicht mehr so eng zu sehen, denn er geht direkt und ohne zu zögern auf das Gitter rauf und dann mit Dany über die Brücke. Guter Junge!!! 😉

Das Wetter ist den Tag über ein ständiger Wechsel von Regen und Sonne. Es lohnt sich aber auch nicht die Regensachen auszupacken, leicht klamm sind die Klamotten aber dennoch.

Ein Stück hinter der Stugorna beschließen wir dann, dass wir für heute keine Lust mehr haben. Die Jungs sind auch nass und man kann sehen, dass die beiden in den kurzen Pausen zu frieren beginnen. Jetzt muss also ein Zeltplatz her.

Dany macht sich auf die Suche, während sich Dennis und die Hunde an einer mehr oder weniger windgeschützten Stelle hinsetzten. Nicht weit davon entfernt ist ein kleiner Bach und auch dort gibt es einen, für uns ausreichenden, Zeltplatz. Im Regen bauen wir so schnell es geht dann das noch nasse Zelt auf. Das macht so aber keine wirkliche Freude… Das Material ist nass und kalt, die Finger frieren und durch den Wind wird das Ganze nicht angenehmer. Aber irgendwann steht es! Schnell noch die Jungs abtrocknen und in die ‚Schlafklamotten’ stecken und dann sind wir alle wieder im trockenen.

Da wir heute etwas früher Stopp gemacht haben, werden wir Morgen mehr laufen müssen… So ist das halt… Wobei, wenn wir ehrlich sind, ist das auch noch fraglich, ob wir das schaffen. Denn wir nähern uns dem Tjäktapass. Das wird wohl das anstrengendste Stück auf der ganzen Tour werden. Es geht nur bergauf und den Pass müssen wir auf jeden Fall an einem Tag schaffen, denn dort gibt es (so unsere Infos zu dem Zeitpunkt) wohl keine Zeltmöglichkeiten. Entweder ist der Boden zu feucht und somit sumpfig, oder man befindet sich in einer Steinwüste.

Aber darum wollen wir uns heute noch nicht sorgen. Wir werden das schon schaffen 🙂 Immer positiv denken!

Zur Not haben wir im späteren Verlauf der Tour auch noch zwei etwas kürzere Strecken eingeplant und in der allergrößten Not könnten wir die geplante Tour etwas abändern, um so schneller wieder am Ausgangspunkt zu sein. Dann würden wir 2 Tage des Weges (die ersten beiden Tage) doppelt gehen und an den gleichen Zeltplätzen übernachten. Aber so weit ist es ja noch nicht, dass wir uns da jetzt schon Gedanken drüber machen müssen. Das wollen wir auch nicht. Die Tour soll erstmal so bleiben wie geplant.

Nach dem Abendessen und dem obligatorischen Spülen, legen wir uns gegen 19:00 Uhr in den Schlafsack und schlafen nach kurzer Zeit ein…

Das war unser Montag 🙂

Liebe Grüße und eine schöne Woche wüschen,

Dany, Dennis und die Jungs

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