09.09.2015, Mittwoch (Reisetagebuch Tag 6)

09.09.2015, Mittwoch (Reisetagebuch Tag 6)

Hallo ihr Lieben!

Da sind wir wieder mit Tag 6 unserer Tour.

Viel Spaß 🙂

09.09.2015, Mittwoch

Leider haben wir in der Nacht keine Polarlichter gesehen, denn die Wolken hingen weiterhin dick und schwer im Tal. Schade, aber so ist das halt…Da müssen wir halt auf die nächsten Nächte hoffen.

Heute ist übrigens Mettwoch…Doch leider nicht für uns, denn der fällt heute aus 😉 Kurz zur Erklärung: Mittwochs gibt es auf der Arbeit immer Mettbrötchen… Mitten in der Schwedischen Natur leider nicht möglich. Aber wie es so ist, man gewöhnt sich an alles…

Unser Tagesablauf ist auch langsam richtig gut eingespielt. Pünktlich um 7 Uhr stehen wir auf und das Ganze klappt sogar ohne Wecker. 🙂 Zwischen 9:30- 10:00 Uhr ist dann Abmarsch.

Heute müssen wir dann noch runter ins und dann später einfach der Länge nach durch das Tal. Der Abstieg ist, im Vergleich zu Gestern, kein Problem mehr, denn es wird nicht mehr annähernd so steil.

Im Tal selber sind viele Teile des Weges mit Planken ausgelegt, hier scheint es auf Grund der Schneeschmelze im Frühjahr schnell zu matschigen Boden zu kommen. Damit haben wir aktuell aber überhaupt gar keine Probleme.

Auf Grund der gut ausgelegten Planken, kommen wir sehr zügig voran. Jamiko und Bentley haben sich mittlerweile auch an die Planken gewöhnt. Sobald welche in Sichtweite sind, wissen die Zwei schon, dass wir da hin möchten.

Jamiko stellt sich auch brav an die Seite und wartet, bis Dany auf den Planken ist und dann ordnet er sich hinter ihr wieder ein… Wenn das mal die Autofahrer beim Reißverschlussverfahren auch alle so brav machen würden….

Das Dany vorgeht ist auch gut so, denn unter den Planken haben es sich die Lemminge bequem gemacht. Unzählige kleine knuffige schwarze, weiße oder goldene Tierchen sehen wir, die schnell in ihre Löcher hüpfen, wenn sie uns bemerken.

Würde Jamiko oder gar Bentley vorlaufen… wahrscheinlich würden wir nicht weit kommen und von den ganzen Lemmingen würden wohl einige einen kleinen Snack abgeben. Aber so weit lassen wir es ja nicht gekommen. Das ein oder andere Mal versuchen die Jungs was zu erwischen, aber die flinken kleinen Lemminge sind immer schneller. 🙂 Zum Glück!

Einige kleine Geröllfelder, kleinere sumpfige Gebiete und Flüsschen müssen wir weiter überqueren. Nichts spektakuläres, aber zum Teil dauert es einfach etwas, bis wir trockenen Fußes auf der anderen Seite ankommen. Man muss ja keine nassen Füße provozieren und so wählen wir immer mit Bedacht einen möglichst trocknen Weg. Wie gesagt, das dauert dann manchmal ein paart Minuten 😉

Das Wetter spielt heute super mit. Es ist wolkig und trocken…hoffen wir, dass die Wettervorhersage der „Wetterstuganfee“ so weit zutrifft 😀 Denn so ist es einfach perfekt zum Wandern. Nicht zu warm, aber auch nicht mehr so kalt, wie an den ersten Tagen, an denen wir teilweise noch Handschuhe an hatten. Der Wind ist allerdings heute wieder extrem. Je nachdem wie man von einer Böe erwischt wird,  muss man schon einen Ausfallschritt machen, um auf den Beinen zu bleiben. Mit den Rucksäcken bietet man natürlich auch genug Angriffsfläche. 🙂

Wieder liegt eine Stugorna auf unserem heutigen Weg. Die Sälkstugorna. Hier machen wir auch eine längere Pause. Dennis ist wieder in den Shop zum Patch-kaufen… Und kam mit einer Dose ÖL (schwedisch für Bier) zurück….hmm, das ist natürlich jetzt nicht das, was Dany erwartet hat 😀

„Alle Patches sind hier ausverkauft. Auch Getränke gibt es kaum noch…nur noch Öl und das konnte ich mir für 20 Kronen nicht entgehen lassen…“ Jaja…so ist das halt 😀

Das die Patches ausverkauft sind, ist sehr schade, denn die Patches gibt es nur dort an den STF-Hütten. Man kann sie nirgendwo bestellen oder nachkaufen. Schade, aber kann man ja leider nicht ändern. Dann müssen wir wohl irgendwann nochmal hierher um die Reihe der Patches zu vervollständigen. So einfach ist das… Trekkingtour 2018: Abisko-Nikkaloukta-Vistasvággi wir kommen 😉

Unser Tagesziel liegt noch relativ weit weg und so packen wir das Bier ein und wandern weiter. Wir wollen bis in die Nähe einer Nothütte gehen und dort dann unser Zelt aufschlagen. Aber es kommt dann doch wieder anders als geplant. Seit dem Tjäktapass hat Dennis Probleme mit dem rechten Knie und wir entscheiden uns dazu auch heute etwas früher Schluss zu machen. Schon wieder langsamer als gedacht und eigentlich hätten wir ja heute schon den Rückstand von gestern aufholen müssen. Aber warum sollen wir uns Stress machen? Es ist ja nicht so, dass wir hier unter Zeitdruck stehen. Irgendwie wird es schon klappen. Später kommen ja noch einige  Tagesetappen, die sehr kurz sind, dann gehen wir da eben mehr 😉

…und außerdem haben wir ja Urlaub, da lässt man sich nicht stressen, erst Recht nicht von sich selber 🙂

Knappe 1,5 km vor unserem eigentlichen Ziel, bauen wir dann das Zelt auf. Die Jungs sind uns anscheinend für den frühen Stopp auch nicht böse…

Von unserem Zeltplatz aus, haben wir auch eine perfekte Sicht auf den Kebnekaise, den höchsten Berg Schwedens. Also zumindest sehen wir den Gipfel mit Schnee und Gletschern. Der Rest des Berges ist hinter anderen Bergen verborgen. Aber trotzdem schon sehr beeindruckend, wie man auf den Bilder unschwer erkennen kann!

Zum Abschluss des Tages werden dann wieder die Haare gewaschen und dann gibt Dany sich dem Versuch hin auch mal ihr T-Shirt zu waschen…warum auch nicht? Gebrauchen kann es das T-Shirt auf jeden Fall 😉 Wenn die Wettervorhersage stimmt, sind die Temperaturen am Tag hoch genug, um das Shirt schnell wieder zu trocknen. Über Nacht hängt Dany das T-Shirt dann im Vorzelt auf die Trekkingstöcke auf. Diese werden in den Boden gedrückt und darüber dann das Shirt. Jetzt dürfen wir uns nur in der Nacht nicht erschrecken, denn es sieht schon ein bisschen so aus, als wenn jemand in unserem Vorzelt sitzt… 😀

Morgen werden wir dann den Kungsleden verlassen und in Richtung Nikkaluokta abbiegen. Hoffentlich ist der Weg dann immer noch so gut zu finden…

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