05.05.2016: Werwolf Wanderweg Teilstrecke 1

05.05.2016: Werwolf Wanderweg Teilstrecke 1

Hallo zusammen,

gestern waren wir in Bedburg-Kaster unterwegs. Wir wollten uns aus die Spuren des Werwolfs von Bedburg machen. Auch diesmal waren wir nicht allein unterwegs. Dennis‘ Eltern und seine Schwester haben uns begleitet.
Der sehr gut ausgeschilderte Werwolf-Wanderweg führt von Alt-Kaster aus rund um das Bedburger Wasserschloss.
Da es gestern sehr warm war, wollten wir die knapp 10 Kilometer nicht am Stück gehen und so vor allem Scotty nicht zu sehr anstrengen. Da die Wanderung aus zwei Teilstücken besteht, haben wir beschlossen, nur die ersten 5 Kilometer zu wandern und den zweiten Teil der Tour zu einem späteren Zeitpunkt zusammen nachzuholen.

Der Werwolf-Wanderweg erzählt die Geschichte des Peter Stubbe und führt vorbei an den Schauplätzen des historisch verbürgten „Werwolfs von Epprath“.

Hier sind ein paar Details zum Wanderweg, die wir von den Infotafeln übernommen haben:

„Der weltweit bekannteste Werwolf-Prozess fand im 16. Jahrhundert in Bedburg statt. Peter Stubbe, ein aus Epprath stammender Bauer, wurde gemeinsam mit seiner Tochter und „Gevatterin“ gefangen genommen, vor das Blutgericht gebracht und schließlich wegen Hexerei und Werwolferei verurteilt. Am 31.10.1589 fand die öffentliche Hinrichtung statt.“

„Peter Stubbe wurde 1540 in Weiler Epprath, nahe Bedburg geboren. Schon als Kind hatte er einen Hang zum Bösen. Um seine abartigen Begierden befriedigen zu können – so die Überlieferung – übergab er seine Seele dem Teufel, der ihm dafür verprach, dass er sich in Gestalt eines Werwolfs all seine blutrünstigen Wünsche erfüllen könne. Aus den Flugschriften über die hiesigen Vorkommnisse aus dem Jahre 1590 erfährt man, dass er insgesamt 13 Kinder ermordete, darunter seinen eigenen Sohn. Überliefert ist, dass die Einwohner der umliegenden Dörfer und Städte viele Jahre lang weit verstreut über die Felder verstümmelte Körperteile toter Männer, Frauen und Kinder fanden.“

„Die Bauern, die sowohl um ihre Familien, als auch um das Vieh bangten, riefen zum Schutz aller eine Bürgerwehr ins Leben. Den Werwolf zu stellen, gelang jedoch zunächst nicht, denn er war listig und schneller als die ihn verfolgende Hundemeute. Jahrelang mordete er, ohne gefasst zu werden.“

„Im Herbst 1589 half ihnen schließlich der Zufall. Als die Männer sich wieder einmal  auf der Wolfsjagd befanden, erspähten sie das Monstrum in geringer Entfernung. Für den Mannwolf bestand keine Aussicht auf Flucht. Er wurde in einen erbitterten Kampf verwickelt, bei dem ihm einer der Bauern die rechte Vorderpfote abhackte. Es gelang ihm sich in seine menschliche Gestalt zurückzuverwandeln. Doch fehlte Peter Stubbe jetzt die rechte Hand. Die entsetzen Männer mussten mit Grauen feststellen, dass einer aus ihrer Mitte der blutrünstige Werwolf war. Sie fesselten ihn und schleppten ihn unverzüglich vor den Bedburger Magistrat, damit er seiner gerechten Strafe zugeführt werden konnte.“

Wie ihr seht hat es diese Überlieferung in sich. In wie weit wirklich die Finger des Teufels im Spiel waren und ob Peter Stubbe sich tatsächlich in einen Werwolf verwandeln konnte, dass kann jeder für sich selbst entscheiden. Auf jeden Fall können wir den ersten Teil der Wanderung empfehlen und freuen uns schon darauf , bald den zweiten Teil zu erkunden. Auch hier werden wir natürlich einen kleinen Bericht schreiben und euch Fotos und ein Video zu Verfügung stellen.

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