GC55555 – PROJEKT GLÜCK AUF!

GC55555 – PROJEKT GLÜCK AUF!

Hallo zusammen,

am gestrigen Samstag waren wir mal ausnahmsweise ohne die Jungs unterwegs. Früh morgens haben wir uns auf den Weg nach Essen gemacht. Genauer gesagt ging es zur Zeche Zollverein. Auf dem Boden des UNESCO-Welterbes fand vom 10.-12.06.2016 ein Geocaching (Was ist Geocachen?) GIGA- Event statt. So kurz vor der Haustür, das konnten wir uns ja nicht entgehen lassen. Seitdem wir Scotty haben, haben wir das Geocachen zwar etwas vernachlässigt, aber der gestrige Tag hat direkt wieder Lust auf mehr gemacht und die Motivation wieder deutlich nach oben geschraubt.

Hier sind ein paar Infos zur Zeche Zollverein:
Aktiv war die Zeche Zollverein von 1851 – 1986. Das Steinkohlebergwerk ist heute ein Industrie- und Architekturdenkmal und seit 2001 gehören die Schachtanlage 12 und 1/ 2/ 8 zum Welterbe der UNESCO. Es gibt so viele interessante Infos zur Zeche, dass wir hier unmöglich alles schreiben können. Wer in der Nähe ist und Zeit, sowie Lust hat, sollte einfach mal vorbeifahren und sich einen Tag Zeit nehmen. Das Gelände ist riesig!
Das Ruhr Museum hat täglich von 10:00 – 18:00 Uhr geöffnet.
Die Eintrittspreise liegen zwischen 3 – 10€, je nachdem welche Ausstellung oder Sonderausstellung man besuchen möchte. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben sogar freien Eintritt.
Natürlich werden auch diverse Führungen über das Gelände angeboten.
Auf der Seite der Zeche Zollverein findet man eine Übersicht zu allen Führungen.

Aber nun wieder zurück zu unserem gestrigen Tag:
Um kurz nach 8:00 Uhr sind wir auf dem Parkplatz der Zeche in Essen angekommen und waren sofort überrascht. Die junge Frau in der gelben Warnweste wollte gar kein Geld für das Parken von uns, sie hat uns nur darauf hingewiesen, dass wir bitte nicht auf den Behindertenparkplätzen parken und auf dem Parkplatz nur Schrittgeschwindigkeit fahren sollen.
Wir hatten schon mit 5 – 8€ Parkgebühr gerechnet, aber da kam wirklich nix. Sehr erfreulich, denn so etwas findet man heute nicht mehr häufig!
Ein ganz anderes ärgerliches Problem hat uns leider die Deutsche Telekom, bzw- T-Mobile beschert. Das komplette Handynetz war ausgefallen. Weder das mobile Internet noch Telefongespräche waren möglich. Notrufe gingen, aber darauf konnten wir glücklicherweise verzichten.
Geplant war es eigentlich, dass wir uns mit unseren Freunden Tom und Jasmine treffen. Am Tag zuvor haben wir noch gesagt, dass wir uns ja einfach anrufen können, wenn wir da sind…
Super, das ging schon mal nicht. Nach knapp 20 Minuten haben wir uns dann durch viel hin und her laufen und suchen gefunden. Früher musste das ja auch irgendwie geklappt haben, als es noch kein mobiles Internet und kein Taschentelefon gab…

Während der Suche nach Tom & Jasmine hätten wir bereits auf dem Parkplatz wahrscheinlich Stunden damit verbringen können, die ganzen Autos zu loggen, die einen schön „unauffälligen“ Travelbug (Was ist ein Travelbug?) in der Heckscheibe hatten. Ein paar haben wir natürlich geloggt, aber wir wollten ja dann doch mal irgendwann zum Event rüber wandern.

Die Registrierung war kurz und schmerzlos und auch wirklich gut organisiert. Wir haben unsere Karten für den Film „GCTransAlps“, ein hübschen Bändchen fürs Handgelenk, ein Programm und zwei Geocoins (Was ist eine Geocoin?) aus Holz bekommen. Der Film sollte um 12:00 Uhr starten. Dazu später mehr.
Wir hatten also genug Zeit das Gelände ein bisschen zu erkunden und den ein oder anderen Cache zu heben.
In das Logbuch des Events haben wir uns natürlich auch eingetragen. Aber es war kein Buch… Nein, das wäre ja zu einfach…Alle Teilnehmer durften sich auf eine Lore verewigen! Eine wirklich super schöne und tolle Idee und alle anderen Leute waren genauso begeistert wie wir.

Nach und nach haben dann auch die Getränkestände und die Händlermeile auf gemacht.
Die Händlermeile habe wir uns natürlich angeschaut. Da wir aber, wir möchten das nochmal betonen, auf einem GIGA Event (Was ist ein GIGA Event?) waren, war die Halle nicht nur mega voll, nein, sie war wirklich giga voll…
Es war recht anstrengend und viel gesehen haben wir von den angebotenen Dingen leider nicht.
Wir waren allerdings auch nicht motiviert genug, uns anzustellen und dann immer weiter schieben zu lassen, nur um ein paar Geocoins oder andere Dinge, die einem das Geocacherleben bereichern und erleichtern zu sehen. Wir haben die extrem warme und nicht immer wohlriechende Halle schnell wieder hinter uns gelassen.
Wie auf vielen großen Events, die wir bis jetzt besucht haben und die über mehrere Tage veranstaltet wurden, halten anscheinend einige Leute nicht viel davon ab und an mal etwas Wasser und Seife an ihre Körper zu lassen.
Naja, wie gesagt, man kennt das ja von Musik-Festivals und von diversen Conventions.
In Kombination mit der Wärme war es dann aber doch recht anstrengend.
Nach einiger Zeit haben wir uns dann dazu entschieden einen Kaffee zu holen. Nach knappen 20 Minuten anstehen hielten wir das dunkle Heißgetränk dann auch freudig in den Händen. Die paar Regentropfen, die vom Himmel gefallen sind, konnten die Freude auch nicht trüben.
Nach dem wir unseren Kaffee ausgetrunken haben, haben wir uns dann auf den Weg gemacht, den ein oder anderen Geocache zu heben. Auf Grund der vielen Menschen, war das eigentlich auch kein Problem, denn man konnte meist schon relativ schnell feststellen, wo denn ein Cache sein muss. Also hieß es, auf zur Menschenansammlung, anstellen und schnell seinen Geocachernamen hinterlassen.

Dann wurde es langsam Zeit, dass wir uns in Richtung Salzlager aufmachen. Dort sollte die Filmvorführung stattfinden.
Natürlich ist das Salzlager fast am anderen Ende des Geländes. Mit ausreichend Pufferzeit haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht.
Auf einmal hörte man ein „Hoppla, was ist denn das?“ – Wir haben noch ein Cafe/ Restaurant gefunden.
„Eine halbe Stunde haben wir doch noch Zeit…man könnte doch noch schnell rein, oder?“
Nach einem Kriegsrat von zehn Sekunden haben wir beschlossen uns nochmal in den Biergarten zu setzen.
Und was trink man im Biergarten? – Richtig, ein Bier.
Wer uns kennt, weiß ja, dass wir traditionsgemäß unsere Weizenbier-Saison bereits im Mai eröffnen und so hatten wir schnell zwei Weizen für uns, ein Warsteiner für Tom und einen Milchkaffee für Jasmine auf dem Tisch stehen.
So um 11:30 Uhr kann man sich das ja mal gönnen…

Pünktlich um 12:00 Uhr sollte es dann mit der Filmvorführung von „GCTransAlps“ in einer Halle losgehen.
Der Film hat uns richtig gut gefallen. Die drei Geocacher Alexander Monsky (Berufsgeocacher), Tim Krüger (psycho_vm) und Benjamin Gorentschitz (MudMen_GER) haben im Juni 2015 die Alpen überquert und dabei den ein oder anderen Cache gehoben. Die Bilder des Films sprachen auf jeden Fall für sich! Wer sich noch etwas mehr für die Tour interessiert findet, auf der Seite von geocaching.com ein Interview.
Von unserer Seite aus, können wir sagen, dass der Film sehr sehenswert ist und mit Sicherheit die Überquerung ein Abenteuer für die drei war.
Da haben wir gleich Lust bekommen unsere Sachen zu packen, die Jungs ins Auto zu stopfen und auf Outdoor-Tour zu gehen…
Wenn man die Bilder bzw. Filmaufnahmen aus den Alpen sieht, steigt gleich in einem wieder das Outdoorgefühl auf und man möchte am liebsten den normalen Alltag hinter sich lassen und einfach nur raus in die Natur.
Auf jeden Fall hat das noch einmal dazu beigetragen, dass ich mich unserem großen Projekt, von dem wir euch demnächst noch einmal erzählen werden, wieder widmen muss. Planung ist ja das A und O und von daher werde ich mich in den nächsten Tagen wieder hier dran begeben.

Anfangs dachten wir noch, dass wir die Jungs ruhig hätten mitnehmen können. Aber letztendlich waren wir doch davon überzeugt, dass wir richtig entschieden haben und die drei zu Hause gelassen haben.
Wir haben viele Leute mit Hund gesehen, aber je länger der Tag andauerte, desto voller wurde es und man konnte dem ein oder anderen Hund den Stress richtig ansehen. Das wäre mit Sicherheit nix für unsere Jungs gewesen.
Viele Menschen sind ja eigentlich nicht so das Problem, aber das war schon wirklich eine Masse von Leuten und wir haben selber an uns gemerkt, dass wir auch immer „unentspannter“ wurden.
Wenn wir da noch nach unseren drei Hunden hätten schauen müssen, wäre das sicher kein Vergnügen geworden. Also haben wir alles richtig gemacht.
Wir haben ein paar schöne, aber anstrengende Stunden in guter Gesellschaft verbracht.

Und die Zeche Zollverein werden wir demnächst mit den Jungs mal an einem ruhigen Tag besuchen und erkunden.


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