Eine Idee wird geboren…

Eine Idee wird geboren…

Manchmal ist es ja schon recht merkwürdig… Ein kleiner Stein kann eine ganze Lawine ins Rollen bringen…
Alles fing mit einem kleinen Gewinnspiel der Zeitschrift Nordis an. Auf Facebook konnte man teilnehmen und das Buch von Simon Michalowicz „Norwegen der Länge nach“ gewinnen.

„So einen Reisebericht kann man immer gebrauchen“, hab ich mir gedacht.
„Die lese ich eh gerne und mein aktuelles Buch (Björn Klauer – Nördlich des Treibeises) habe ich ja schon fast durch…wer weiß, vielleicht hat man ja Glück und hat was Neues zu lesen…“

Und kurze Zeit später war natürlich die Gewinnspielfrage (hoffentlich) richtig beantwortet und an die Nordis Redaktion geschickt.
Facebook wäre ja nicht Facebook, wenn deine Freunde nicht sehen könnten, was man wo und wie kommentiert hat. So hat Dany kurzer Hand ebenfalls bei dem Gewinnspiel mitgemacht.
Denn was erfreut einen selbst mehr, als dem anderen zu sagen: „Nananana…ich hab gewonnen…und du nicht“

Tja, und was soll ich sagen, ihr könnt es euch sicherlich denken. Es ist genau so gekommen. Keine zwei Tage später hatte Dany eine E-Mail bekommen, in der drin stand:
„Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!“

Nun, es ist ja nicht so, als ob ich mich nicht gefreut hätte, aber ihr könnt euch natürlich denken, was ich von ihr zu hören bekommen habe…
Ich sage nur: „Nanana…“

Ein paar Tage später war das Buch im Briefkasten und irgendwie ist es dann ja so eine Art Prinzip…wer darf das neue Buch eigentlich als erstes lesen? Am besten natürlich nicht der andere…Denn der könnte am Ende ja etwas verraten, was man selber erst lesen will…spoileralarm…

Aber wie so oft, hab ich mir das Buch dann doch einfach in einem Moment der Unaufmerksamkeit genommen und heimlich still und leise angefangen zu lesen…
„Wenn ich einmal angefangen habe, wäre es ja unfair, wenn Dany mir es wieder weg nimmt…wird schon gut gehen…“ So habe ich gedacht und was soll ich sagen…die Taktik ist zu meinen Gunsten aufgegangen.

Das Buch von Simon Michalowicz hab ich regelrecht verschlungen. Ich weiß nicht, wie schnell ich schon 3/4 des Buches durch hatte und ich mir gewünscht habe, dass es nicht so schnell zu Ende gehen würde.
Er beschreibt ziemlich genau, diverse Gedankengänge, die mir auch auf einer Trekkingtour so durch den Kopf gehen und er vermag das Ganze in die richtigen Worte zu verpacken. Man wandert regelrecht mit durch Norwegen und ist von seinem Abenteuer einfach mitgerissen. Spätestens in dem Kapitel, als Simon den Song „Society“ von Eddie Vedder aus dem Film „Into the wild“ zitiert und darüber schreibt, hatte er mich am Haken. Der Kerl hat sogar einen verdammt guten Musikgeschmack…

Während des Lesens und besonders am Ende einiger Kapitel habe ich mir ebenfalls Gedanken gemacht, wie großartig es doch ist, ein so großes Ziel vor Augen zu haben. Immer daran festzuhalten und auch in den schwierigsten Situationen zu versuchen das Positive herauszuziehen. In den tag zu starten ganz getreu nach dem Motto „Ich schaffe das!“.
Dabei habe ich auch oft an unsere vergangenen Trekkingtouren gedacht und wie sie mich, auch wenn sie sicherlich nicht diese enormen Ausmaße hatten, aber auf einer Art und Weise „süchtig“ gemacht haben.
Draußen in der Natur nur auf das aller Notwendigste angewiesen zu sein und ganz andere Gedanken und Probleme als zu Hause zu haben…
Wo finden wir das nächste Wasser?
Finden wir heute einen guten Zeltplatz?
Macht das Wetter auch so mit, wie wir hoffen?
Machen die Hunde soweit alles gut mit und bleiben körperlich fit?

Das ist es, was mich fasziniert an diesem „da draußen“ zu sein…Nicht der Gedanke daran, was denn heute so auf Facebook alles steht oder welches tolle und funktionsreiche Smartphone ich mir doch nach meinem aktuellen kaufen möchte.
Nein, es sind die einfachen Dinge, die „da draußen“ aber immens wichtig sind und einen immer wieder fordern. Wenn ich dann abends in unserem Zelt liege, den Blick (bei hoffentlich gutem Wetter) in die Ferne schweifen lassen kann und dann wieder ins Zelt schaue und sehe, dass es den Hunden und uns gut geht, dann weiß ich, dass dies genau das Richtige für mich ist.

Doch irgendwie bin ich jetzt etwas abgeschweift und habe ziemlich weit ausgeholt. Wenn ihr jetzt immer noch am lesen seid, dann habt recht herzlichen Dank dafür 😉

Nun denn…während ich also Simons Buch gelesen habe, ist in mir der Gedanke gereift, dass ich auch so etwas machen möchte. Ich möchte auch den Weg gehen, der mich sicherlich körperlich an die Grenzen bringt und der auch eine Herausforderung darstellt. Eine längere Zeit unterwegs zu sein und mit seinen Füßen die Kilometer abspulen…
Alleine dürfte ich dies sicherlich nicht machen… Da wäre Dany sicherlich die Erste, die mich am ersten Tag auf so einer Tour im Sumpf oder ohnmächtig auf dem Boden liegend sehen würde, weil ich gegen einen Ast gerannt bin…so eine Art „Dennis-Tag extreme“ (wen es genauer interessiert, was der sog. „Dennis-Tag“ ist, dem sei unser Reisebericht von unserer Trekkingtour rund um den Grövelsjön ans Herz gelegt).

Außerdem ist Dany bestimmt auch motiviert und würde so etwas auch machen wollen…Somit wären wir ja schon zu zweit. Aber natürlich müssen die Hunde auch mit. Und das ist der „kleine Haken“.
Ich meine das gar nicht böse, unsere drei Jungs kommen immer mit in den Urlaub und werden dies auch in Zukunft machen. Aber direkt eine so große Wanderung und das ohne richtige medizinische Versorgung, für den Fall der Fälle…das ist uns jetzt dann doch noch zu riskant. Darüber mögen wir vielleicht irgendwann mal anders denken, aber aktuell möchten wir dies noch nicht wagen. Es wäre zu fahrlässig, denn uns fehlt hier einfach noch die nötige Erfahrung.

Also hatte ich das Ganze schon wieder verdrängt, bis ich eines Sonntags in meiner Hängematte, draußen auf der Terrasse, das letzte Kapitel von Simons Buch angefangen hatte zu lesen. Plötzlich fiel mir ein, dass es doch einen viel einfacheren Weg gibt.
Immer eine/n Tierarzt / Tierärztin in der Nähe, eine/n Arzt / Ärztin…keine Pakete verschicken um ausreichende Lebensmittel und Futter für die Hunde zu haben…Schlafmöglichkeiten inkl. Stromversorgung für unser Smartphone (Unserer Familie liegt es sehr am Herzen, dass Sie Bescheid wissen, dass es uns gut geht…deswegen das Smartphone 😉 )
Es ist doch ganz einfach…Warum nicht einfach das Projekt „Norwegen der Länge“ nach Deutschland holen? Oder anders gesagt:

„Vier Füße und zwölf Pfoten unterwegs in Deutschland“

Somit ist die Idee entstanden, die ab sofort auch bei uns in die Planungsphase gestartet ist.
Wie genau das ganze Projekt „Vier Füße und zwölf Pfoten unterwegs in Deutschland“ aussehen wird, dass könnt ihr hier bei uns nun immer mal wieder mitverfolgen.
Aktuell sind wir noch sehr früh in der Planung und müssen uns erstmal ein Grundgerüst aufbauen, welches uns eine gute Übersicht über viele verschiedene Dinge, wie Supermärkte, Tierärzte oder Übernachtungsmöglichkeiten bietet.
Wie lange planen wir für die Tour unterwegs zu sein?
Wie viel Urlaub muss angespart werden?
Wie gut müssen die Jungs und wir uns körperlich vorbereiten, damit wir die knapp 1900 km quer durch Deutschland schaffen?
Wann wollen wir das Projekt starten? 2017 oder 2018?

An all diesen Dingen möchten wir euch, wenn ihr wollt, teilhaben lassen…hier bei uns, in unserem Blog.
Es werden aufregende Planungsmonate und Überlegungen statt finden, wie wir unser großes Projekt umsetzen können.

Nun ist es also raus…wir haben das was vor…was Großes….

Seid also gespannt, denn wir sind es auch…

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