01.09.2016: Traumschleife Mittelrhein-Klettersteig Boppard

01.09.2016: Traumschleife Mittelrhein-Klettersteig Boppard

Eigentlich wollten wir bereits im August unsere neue Klettersteigausrüstung ausprobieren, leider ist an dem Termin aber etwas dazwischen gekommen, so das wir neu planen mussten. Die Wochenenden sind im Moment alle belegt und so haben wir uns kurz dazu entschlossen den Donnerstag (01.09.) frei zu nehmen, um den Mittelrhein Klettersteig zu gehen.

Die Jungs sind erstmal zu Hause geblieben. Wenn wir fit sind, dann wird geübt und dann können die Drei sicherlich auch mal irgendwann mit, aber so haben wir erstmal alleine die große Unbekannte „Klettersteig“ erkundet.
Nach dem Frühstück sind die Jungs mit einer großen Gassirunde bespasst worden und wir sind gegen 08:00 Uhr aufgebrochen. Nach ungefähr 150 km und ca 1:45 Stunde Fahrzeit haben wir unser Ziel dann schließlich erreicht. Praktischerweise haben wir direkt einen Parkplatz gefunden. Die Parkgebühr war nicht ganz so günstig, aber da wir nur ein paar Stunden unterwegs sein wollten, war dies auch in Ordnung.

Am Parkplatz haben wir uns schnell die entsprechenden Schuhe und das Klettersteigset angezogen. Mit einem kleinen und einem größeren Rucksack und viel Wasser bewaffnet, haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Alternativ zur Kletter-/ Wandervariate kann man sich auch mit einer Sesselbahn auf den Berg bringen lassen.

Hier ein kleiner Auszug von der Infotafel:

„…Der Mittelrhein- Klettersteig liegt in Boppard an der größten Schleife des Rheins. Er führt durch die einzigartigen Steilhänge am Rhein und bietet sensationelle Aussichten in das Rheintal und den Hunsrück. Insgesamt 11 Kletterpassagen an steilen Felswänden sind bei der sportlichen Variante zu überwinden. Bei der Wandervariante können die sehr schwierigen Passagen über Pfade umgangen werden. Der Klettersteig ist mit mehreren Restaurants am Start und zwei Aussichtsrestaurants unterwegs auch ein echter Genuss….“

Die Wegstrecke ist mit 5,1 km angegeben und wir rechnen damit, nicht all zu lange zu brauchen. Die 435 Höhenmeter sollten eigentlich auch kein Problem sein. Der Klettersteig selber ist auch nur ca. 1 km lang, der Rest des Rundweges wandert man gemütlich vor sich hin. Da haben wir im Siebengebirge schlimmeres überstanden. (http://hiking-dogs.de/2016/08/03/31-07-2016-wanderung-der-10-bergaussichten-im-siebengebirge/)

Vom Parkplatz aus benötigt man ungefähr 5-10 Minuten und man steht vor der ersten Wahl: Wandervariante oder Klettervariante – natürlich haben wir uns für die Klettervariante entschieden, dafür sind wir ja schließlich her gekommen. Die 11 Kletterpassagen sind, so finden wir, nicht zu schwer. Meistens geht es über Leitern oder Trittbügeln hinunter oder hinauf. Es ist auch nicht zu übersehen, wo man sich sichern sollte und wo nicht.

Nachdem wir die erste Leiterkombination hinter uns gebracht haben, geht es mit Hilfe von Bügeln durch den Schieferfels. Das spannendste Stück war eigentlich eine relativ große Felswand, die man mittels Klammern und Bügeln überwinden musste. Immer wieder folgen wir Trampelpfaden durch die Hänge und gelangen so von Kletterpassage zu Kletterpassage. Die höchste Kletterpartie wartet mit knapp 40 Meter gegen Ende des Steigs, diese hat aber richtig Spaß gemacht und wir brauchten, oben angekommen, erstmal eine Pause.

Ausgeschildert ist der Weg auch ganz wunderbar, verlaufen kann man sich auf diesem Rundweg definitiv nicht. Auf dem gesamten Weg ist die Aussicht wunderschön. Die Rheinschleife ist eigentlich immer in Sicht und die Weinberge runden das Gesamtbild ab. Durch die Anstiege sind wir bei knapp 29°C auch ordentlich ins schwitzen gekommen. Nachdem wir den Klettersteig erfolgreich hinter uns gebracht haben, haben wir im Gedeonseck, mit wunderschönem Ausblick, zur Belohnung einen Kaffee und ein Radler getrunken.
Der Weg zurück ins Tal geht gegen Ende unter der Sesselbahn entlang. Zu Fuß waren wir fast genau so schnell wie die Gondeln und mit dem ein oder anderen Mitfahrer konnten wir noch ein Schwätzen halten.

Mit Foto- und Kaffeepausen haben wir ungefähr 3 Stunden benötigt. Die Strecke gefällt uns sehr gut! Für Anfänger, wie wir es sind, lohnt sich die Strecke auf jeden Fall, denn man kann sich in Ruhe mit dem Equipment anfreunden und ausprobieren.
Wir hatten auch das große Glück, dass wir alleine unterwegs waren. Erst als wir am Restaurant angekommen sind, wurde es voll- Bei der Aussicht aber auch kein Wunder.
Wir haben auch erfahren, dass die Traumschleife zu den schönsten Wanderwegen der Region gezählt wird und jetzt wissen wir auch warum.


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