11.10.2016: Kuhfluchtwasserfall

11.10.2016: Kuhfluchtwasserfall

Und schon sind wir am letzten richtigen Urlaubstag angelangt. Den morgigen zählen wir nicht mehr mit, denn da müssen wir ja schon früh den Platz räumen und die lange Heimfahrt antreten.
Wir hoffen, dass wir wieder in gut 10 Stunden durchkommen werden. Aaaaber das ist ja erst morgen und heute können wir ja noch was unternehmen.
Gegen 08:30 Uhr sind wir heute aufgestanden und frühstücken erstmal in Ruhe. Die Jungs liegen, wie immer, noch im Bett und schlafen in aller Seelenruhe den Schlaf der Gerechten.
Gestern abend hatten wir uns bereits überlegt, dass wir ein kleine – nicht zu anstrengende – Tour machen wollen, damit wir für morgen fit sind. Aber was können wir machen?
Unsere geplanten Touren haben wir alle gemacht und sogar noch die ein oder andere mehr.
Da fällt Dany die Karte von Garmisch in die Hände und nach kurzem Überfliegen findet sie die „Kuhflucht“ und dort soll es sogar einen Wasserfall geben. Gelegen ist die Kuhflucht bei Farchant, also direkt um die Ecke. Das könnte man sich doch mal anschauen. Einen Wasserfall haben wir seit Schweden schon nicht mehr gesehen und ein schöner Abschluss für den Urlaub wäre es doch sicherlich auch. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass wir uns diese Gegebenheit auf jeden Fall anschauen müssen!
Mit seinen drei Fallstufen, die in Summe auf knapp 270 Meter kommen gehört der Kuhfluchtwasserfall zu den höchsten in Deutschland. Wenn das kein Argument ist, dann wissen wir es auch nicht.
Wir haben ja mittlerweile Routine darin die Jungs und Rucksäcke schnell zu packen und im Auto zu verstauen. Innerhalb von kurzer Zeit sind wir dann schon unterwegs und stellen nach 8 km das Auto auf dem kostenlosen Wanderparkplatz in Farchant ab.
Dort finden wir dann auch sofort die Beschilderung für den Wandererlebnispfad und die Kuhfluchtwasserfälle. Angeblich ist man in 25 Minuten da, das passt doch dann ganz schön in unseren Plan, heute nicht mehr so viel zu machen.
Wir laufen also los und lernen auf dem Wandererlebnispfad noch einiges über Bäume und Sträucher. Ein Kuhgatter müssen wir überwinden und dann hören wir das Rauschen des Wassers schon ganz deutlich. Einmal um die nächste Biegung und schon sehen wir das wilde Wasser den Berg hinab rauschen.
Es erinnert ganz stark an den Anfang der Partnach- oder Höllentalklamm. Die riesigen Felsblöcke und Baumstämme, die einfach mitten im Flusslauf liegen zeigen ganz deutlich, welche Kraft das Wasser hat.
Auf einem Hinweisschild lesen wir folgendes: „Der Name Kuhflucht leitet sich wahrscheinlich von den Römern ab: confluctum, der Zusammenfluss dieses Baches mit der Loisach“.
Das Wasser kommt von einem Plateau zwischen Krottenkopf und Simtesberg und entspringt aus diversen Quellen, die sich über ein Einzugsgebiet von 5 km² erstrecken. Als Hauptquelle wird die Kuhfluchtquelle angegeben, diese entspringt aus der 200 m hohen Abschlusswand des Kuhfluchtgrabens.
Langsam steigen wir den Berg hinauf und dann geht alles Schlag auf Schlag, ein kleiner Wasserfall folgt dem nächsten und nach einigen wenigen Minuten stehen wir schon an einer Brücke und staunen nicht schlecht.
Das Wasser rauscht hier mit atemberaubenden Lärm senkrecht den Berg hinab. Wir gucken uns alles in Ruhe an und machen natürlich noch jede Menge Fotos. Genau gegenüber der Wasserfälle ist ein kleiner Unterstand mit einer Bank. Ein perfekter Ort um Pause zu machen. Das Wetter sieht aktuell auch noch ganz gut aus.
Heute früh hatte es kurz geregnet und als wir auf dem Wanderparkplatz angekommen waren, fiel sogar etwas Hagel und in den Bergen konnten wir eindeutig den Schnee fallen sehen. Im Moment scheint aber die Sonne und wir nutzen den Moment um die Natur zu genießen.
Von unserem Sitzplatz aus sehen wir, dass man über die Brücke gehen kann und dann noch ein gutes Stück den Berg hinauf gehen kann, um weiter in die Schlucht hinein zu kommen. Wir überlegen, ob wir die Anstrengung noch auf uns nehmen wollen oder nicht, da sehen wir schon eine kleine Gruppe Menschen (drei an der Zahl) mit zwei Hunden den Berg herunterkommen. Die wollen wir auf jeden Fall noch vorbei lassen, was sollen wir uns mit fünf Hunden auf der Brücke treffen und im Weg stehen?
Als das kleine Grüppchen an uns vorbei geht, werden wir angesprochen. Durch das Rauschen des Wassers verstehen wir aber nicht ganz genau was gesagt wird. Irgendwas von Hiking Dogs? Kann das sein? Das wäre ja wirklich ein Zufall, wenn wir jemanden treffen würden, der unseren Blog liest und uns dann auch noch erkennt 🙂 (Wobei wir bei der Hundekombination wahrscheinlich einen hohen Wiedererkennungswert haben 😉 )
Also ist Dennis mal schnell in die Richtung gelaufen und hat ein Schwätzen gehalten. Und tatsächlich, wir sind als Hiking Dogs erkannt worden 🙂 Das hat uns natürlich sehr gefreut, denn es zeigt ja auch, dass wir tatsächlich auch Leser haben, die sich unsere Berichte anschauen. Balsam für die Seele 😛
Mit diesem Wust von positiver Energie beschließen wir dann auch wieder ins Tal zu gehen. Aus dem Gespräch hat Dennis erfahren, dass es oben sehr rutschig sei und da haben wir heute keine Lust mehr drauf. Wir müssen ja auch noch einiges einpacken und zusammen räumen, da ist eine kurze Tour gar nicht so schlecht.
Runter geht es dann auch schneller als rauf, da wir keine Fotos mehr machen. Unten angekommen stehen die Jungs dann plötzlich Nase an Nase mit den andern beiden Hunden von vorhin.
Etwas verwirrtes Gebell und ein bisschen Geschnüffel später haben wir alle Hunde wieder sortiert und es kann weiter gehen.
Das Auto finden wir schnell wieder, machen auf dem Rückweg noch eine Gruppe Kinder und zwei Rentner sehr glücklich, denn Bentley ist wieder im Rucksack und schaut sich die Gegend an. Das Grüppchen kommt gar nicht darüber weg, dass Bentley zum einen echt ist und kein Teddy und zum anderen, dass er da einfach so süß sitzt und sich alles anschaut.
Wir haben es ja schon gesagt, aber ein Terrier im Rucksack scheint tatsächlich ein Eisbrecher zu sein.
Auf der Rückfahrt tanken wir noch schnell in Garmisch den Wagen voll und gehen einkaufen. Ein bisschen was zu Essen brauchen wir ja für die Fahrt. Ein paar Minütchen später sind wir dann auch schon wieder am Wohnwagen. Und das keine Minute zu früh. Es fängt ganz fürchterlich an zu regnen. Die Wolken in den Bergen lassen einfach alles laufen, was sir in petto haben.
Im Tal kommt der Regen an und in den Bergen liegt dick und weiß der Schnee. Die Schneefallgrenze ist um einiges gefallen und wir können nochmal ein wirklich schönes Panorama des Zugspitzmassives im Schnee bewundern (natürlich alles aus dem trockenen Vorzelt).
Jetzt heißt es noch ein bisschen aufräumen und zusammenpacken, danach duschen und die Lasagne im Ofen machen. Dann ist der letzte Tag auch schon wieder um.

So sehr man sich auf Urlaub freut, um so schneller ist er irgendwie auch schon wieder vorbei. Was bleibt sind schöne Erinnerungen und hoffentlich schöne Fotos. Uns hat es wirklich gut im südlichen Bayern gefallen und wir werden den Alpen auch bald sicherlich noch mal den ein oder anderen Besuch abstatten. So heißt es jetzt erst einmal Ideen und Überlegungen für den nächsten Urlaub sammeln. Und da wird sicherlich noch so einiges spannendes passieren. Wir haben schon die ein oder andere Idee, wollen uns aber noch ein wenig weiter Gedanken dazu machen. Eins steht für uns aber fest: Es gibt nichts schöneres als unterwegs zu sein und die Welt zu sehen. Und wenn möglich, natürlich immer mit den Jungs…sonst wären wir ja nicht die Hiking Dogs 😉


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