Mit Hunden unterwegs…

Mit Hunden unterwegs…

Heute wollen wir uns mal mit dem generellen Thema „Wandern mit Hund“ auseinandersetzen.

Wir sind viel unterwegs und berichten immer über die Wanderungen oder Trekkingtouren, aber was nehmen wir eigentlich für die Hunde mit? Was braucht so ein Hund auf einer Tour und was nicht?
Wir haben aus unserer Erfahrung mal ein paar Tipps zum Wandern mit Hunden zusammengeschrieben. Der ein oder andere mag da auch anderer Meinung sein, aber wir können nur berichten, was für uns funktioniert und was nicht. Falls ihr noch Anregungen oder andere Idee und Vorschläge habt, dann würden wir uns auch über einen Kommentar unter dem Beitrag freuen.

Die Wanderung
Damikarte2t die Wanderung nicht zur Qual wird, sollte die Strecke (bei langen Touren) vorher genau überdacht und geplant werden. Vor einer Trekkingtour, die bei uns zwischen 12 und 18 Tagen dauert, setzen wir uns mit den Wanderkarten, oft mehrere Tage, hin und planen.
Was können wir als Mensch an Strecke mit dem schweren Gepäck laufen?
Was können die Hundepfoten im steinigen Gelände leisten?
Wie viel Gewicht tragen die Hunde auf dem Rücken?

Das sind Fragen, die man pauschal nicht beantworten kann, denn jeder Mensch und Hund ist anders. Das müsst ihr dann selber entscheiden, was geht und was nicht. Auch unsere Wanderungen im Urlaub oder bei uns in der Gegend werden vorher (zumindest grob) geplant. 20 – 30 km im flachen Gelände sind für uns alle kein Problem, geht es aber in die Berge, dann kommen wir da auch nicht so weit.
Im letzten Urlaub an der Zugspitze haben wir diverse Bergtouren unternommen und haben festgestellt, dass eine Gesamtstrecke von 18 km und Höhenmeter von 1000 m zwischenzeitlich schon hart an der Grenze sind.
Jede Strecke ist anders und man sollte sich vorher informieren, was auf einen zukommt. Am Kramer sind wir auch (unbewusst) in einen Klettersteig geraten, da dieser nur Stufe A und somit die einfachste Variante eines Klettersteiges ist, hatten auch die Hunde keine Probleme.
Desweiteren hängt die Dauer einer Wanderung natürlich auch ganz stark vom Alter und der Rasse des Hundes ab. Danys Onkel und Tante haben ein Mops und die hätte mit Sicherheit keinen Spaß an einer ausgedehnten Bergtour 😉
Wer ganz sicher gehen will, das sein Hund topfit ist, der kann vor einer großen Tour seinen Tierarzt aufsuchen und den Hund durchchecken lassen. Sicher ist sicher…

Der Rucksack
img_7123Wir haben auf unseren Tagestouren immer einen großen Tagesrucksack von Deuter dabei. Wir kommen mit Deuterrucksäcken prima zu Recht und können diese wirklich nur empfehlen. Unser Tagesrucksack ist der Futura 32.
Zur Not können wir Bentley (falls die Tour dann doch zu anstrengend ist) in diesen Rucksack verstauen. Regenkleidung für uns und ein Erste-Hilfe-Set haben wir auch immer dabei. Eine Ersatzleine ist meistens mit im Gepäck.
Bei drei Hunden kann es durchaus sein, dass mal eine Leine aufgibt und dann wäre es ja blöd ohne Ersatz unterwegs zu sein.

Proviant und Wasser
Leckerlies für die Jungs und was zu snacken für uns ist eigentlich auf jeder Tour dabei. Da wir Trockenfutter als Leckerlies nutzen, ist ausreichend Wasser besonders wichtig.
Damit das Wasser auch irgendwie in den Hund kommt, haben wir einen oder zwei kleine Faltnäpfe dabei.
Meistens haben wir vier 0,75 l Flaschen Wasser dabei und ggf. auch mal eine Limonade für uns.
Einen Bach oder Fluss finden wir auf den meisten Strecken eigentlich auch, hier entscheiden wir dann nach Gefühl, ob die Hunde daraus trinken dürfen oder nicht- Denn ganz ehrlich, was wir nicht unbedingt trinken möchten, das müssen die Jungs dann auch nicht.
Wir kennen das aus Schweden: Jamiko hat sich mal ordentlich Moorwasser reingezogen und die Quittung haben wir dann abends im Zelt bekommen – Blähungen!!! Deshalb ist dreckiges und stehendes Wasser ganz *bäh* und somit tabu!

Rund um die Hunde
Die Wahl des Geschirrs hängt stark davon ab, was wir vorhaben. Auf langen felsigen Touren tragen die Jungs meist den Webmaster Harness von Ruffwear. Besonders bei Bentley ist das sehr praktisch, denn der Tragegriff oben am Geschirr erlaubt es uns, den Hund bei steilen Stellen zu unterstützen oder gar ganz hochzuheben.

image042 (Ja, links auf dem Bild in der Mitte ist Bentley 😉 )

Oder die Jungs tragen ihr Zuggeschirr. Wir haben uns für das Safety von ZeroDC entschieden und sind mit der Wahl auch sehr zufrieden. Jamiko und Scotty können mit dem Zuggeschirr super beim bergauf gehen unterstützen und Bentley zieht auch ab und an ein bisschen mit.
Befestigt sind die Jungs dabei am Bauchgurt. Der Bauchgurt ist mittels Zugleine und Rückdämpfer mit dem Geschirr verbunden.
Zwischen Zugleine und Bauchgurt ist noch ein Panicsnap. Durch diesen kann, bei Bedarf, die Leine mit einem kleinen Handgriff vom Gurt gelöst werden. (siehe auch: http://hiking-dogs.de/zughundesport/)

Für Jamiko haben wir, wenn es kalt ist, immer noch einen Mantel dabei. Er friert leider sehr schnell und wird dann auch unzufrieden. Das wollen wir ihm ersparen, denn man kennt das ja selber, alles wird doof wenn man friert. Und wenn ein Mantel da schon ausreicht, damit der Hund glücklich ist- Was soll’s?
Bei längeren Pausen bekommt er dann den Mantel angezogen. Im Urlaub an der Zugspitze hatten wir auch für Bentley einen Mantel dabei, denn als wir die Höllentalklamm und die Partnachklamm durchwandert haben, wussten wir schon im Voraus , dass wir wahrscheinlich ordentlich nass werden würden.
Scotty ist anscheinend wasserabweisend und braucht keinen Mantel (Husky halt… ;-)), aber Jamiko und Bentley sind ziemlich schnell nass bis auf die Haut und das muss dann nicht sein, wenn wir danach noch 15 km wandern wollen.

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Ja oder Nein zur Leine
img_7089Das ist ein Thema, bei dem sich die Geister scheiden. Vor kurzen haben wir unter einem Facebookpost eine hitzige Diskussion verfolgt, ob man den Hund am Berg an der Leine lassen soll oder nicht. Wir können da jetzt wieder natürlich nur für uns sprechen, aber wir würden sie definitiv nicht ohne Leine laufen lassen.
Alle drei sind passionierte Jäger und wären wahrscheinlich schneller weg als wir gucken können, wenn eine Fährte aufgenommen wurde.
Zu beachten ist dann natürlich auch, ob die Hunde überhaupt abgeleint werden dürfen, denn in einigen Gebieten (Naturschutzgebiete, etc.) herrscht auch Leinenzwang.
Auch ob viele Menschen unterwegs sind sollte nicht außer acht gelassen werden.
Wir haben schon einige Touren gemacht und auf relativ schmalen Wegen Menschen getroffen, die auch Angst vor Hunden haben. Denen ist es dann egal, ob der Hund nur mal freundlich „Hallo, hier bin ich…“ sagen möchte oder nicht. Wenn da jemand am Berg Panik schiebt, dann ist für diese Person nicht nur unangenehm, sondern auch noch gefährlich.
Die Leinenführigkeit spielt hier natürlich auch eine große Rolle. Aber das ist eine Entscheidung, die wirklich jeder selber treffen muss. Unsere Zugtiere helfen uns beim bergauf gehen sehr, beim Abstieg müssen wir die drei dann aber schon sehr stark bremsen.
Jamiko haben wir beigebracht, bei Abstiegen hinter Dany zu gehen. So ist er schön langsam und maximal auf gleicher Höhe und Dany kann ihn gut bremsen, falls er mal zu schnell wird.
Das „Stopp Kommando“ hat sich auch gut bewährt, besonders wenn nacheinander eine steile Stelle überwunden werden muss.

Pausen
Dazu muss man wohl nicht viel sagen, aber für die Vollständigkeit wollen wir auch erwähnen, dass Mensch und Hund ausreichend Pausen bekommen sollte und auch benötigen.

Zu guter Letzt gibt es noch eine kleine Checkliste von uns:
Wasser + Napf
Futter
Ersatzeine
Hundemantel
Regenbekleidung
Erste-Hilfe-Set (Mensch und Hund)
Snacks

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