Ist mein Hund für ein Trekkingtour geeignet?

Ist mein Hund für ein Trekkingtour geeignet?

(You can find the english version below.)

Woran erkenne ich eigentlich ob mein Hund für eine Trekkingtour geeignet ist?

Hier ist eine pauschale Antwort eigentlich nicht möglich. Generell ist jeder Hund für eine mehrtägige Wandertour geeignet. Wir haben mal versucht, die aus unserer Sicht wichtigsten Kriterien aufzuführen. Anhand dieser kann man vielleicht beurteilen, ob der eigene Hund in der Lage ist, eine lange Tour zu schaffen und auch immer noch Freude daran hat.

Zu allererst sollte der Hund ausgewachsen sein. Da bei Trekkingtouren viele Kilometer am Tag, oftmals auch in schwerem Gelände, gewandert werden, sollte der Hund ausgewachsen sein, da es sonst zu einer zu starken Belastung für die Knochen und Gelenke kommt. Ein Welpe schläft schließlich mehr als das er läuft und das hat auch einen Grund. Ganz davon abgesehen, dass ein erwachsener Hund eine deutlich bessere Kondition und kräftigere Muskeln hat, als ein untrainierter Junghund / Welpe.

Da wären wir dann auch schon beim nächsten Punkt angelangt: Die Kondition muss stimmen. Damit der Hund über mehrere Tage, Strecken von bis zu 20 km (oder mehr )laufen kann, sollte er eine anständige Grundkondition besitzen. Wenn diese nicht vorhanden ist, dann verliert der Hund schnell die Lust und ist mit der gesamten Tour überfordert. Falls noch keine ausreichende Kondition vorhanden ist, dann kann diese aber vor der Tour in Ruhe aufgebaut werden. So eine Tour plant sich ja auch nicht von heute auf morgen und während man sich selber fit macht, kann man den Hund gleich mitnehmen 😉

Weiterhin sollte man auf jeden Fall sicher sein, dass der Hund z.B. über Brücken gehen kann, die keinen geschlossenen Boden haben. Hängebrücken, bei denen man nach unten durchschauen kann sind auf dem Kungsleden in Schweden keine Seltenheit. Kleine Hunde wie Bentley tragen wir einfach rüber. Ab einem 30 kg schweren Hund und einem Rucksack auf dem Rücken wird es dann schon schwer und der Hund sollte alleine gehen können.
Wenn man mitten auf einer Brücke steht, den Hund auf dem Arm hat, das Ganze in Schwingung kommt, der Hund vielleicht noch dabei zappelt und man sich dann nicht festhalten kann, kann das für alle Beteiligten im ungünstigsten Fall übel enden. Also muss der Hund gelernt haben über solche Brücken gehen zu können.
Bei Jamiko waren wir uns ziemlich sicher, dass ihm Höhe und nach unten hin offene Böden nichts ausmachen, denn der Kerl ist mit uns ganz alleine auf den Hochofen im Landschaftspark Duisburg gestiegen. Die eiserne Treppe und die knapp 70 Meter in die Höhe ist er mal eben rauf und dann auch wieder runter gestiegen. Wir waren schwer beeindruckt und die Leute auf der Aussichtsplattform haben uns ganz ungläubig gefragt, wie wir denn die Hunde da hinauf bekommen haben. Wenn wir dann geantwortet haben, dass sie selber gelaufen sind, dann wollten uns das einige erst nicht glauben. Dass man einen 30 kg Dalmatiner aber nicht mal eben 70 Meter Treppen nach oben trägt, haben sie dann eingesehen. 😉
Das Schwingen der Brücke konnten wir zu Hause leider nicht üben, aber mit viel Geduld bei der ersten Brücke auf Tour, war es danach auch kein Problem. Wenn man langsam geht, dann ist alles machbar- man muss nur selber ruhig bleiben und dem Hund vermitteln, dass man weiß, was man tut. (Auch wenn man es manchmal selber nicht so genau weiß 😉 )

Es gibt natürlich auch Brücken, die aus einem über den Fluss geworfenen Baumstamm bestehen. Diese sind in vielen Gebieten von Schweden zum Beispiel Gang und Gebe.
Hier sollte der Hund auch trittsicher in der Lage sein, einen rutschigen Baumstamm zu überqueren. Das kann man super zu Hause im Wald beim Spaziergang üben und die Hunde haben den Dreh relativ schnell raus..
Auch das Springen von Baumstamm zu Baumstamm haben wir so geübt. Das hat uns dann später in den großen Geröllfeldern in der Femundsmarka geholfen. Balance ist hier also das Stichwort. Wichtig wäre auch noch, dass man mit dem Hund übt, dass er sich hochheben lässt und dann auch stillhält, wenn er mal getragen werden muss. So kann man den Hund auch entspannt über steile Passagen heben oder auch kleine Leitern mit ihm Überwinden. Das ist bei Bentley natürlich wesentlich einfacherer als mit den beiden Großen. Aber auch hier macht Übung den Meister und wenn dann noch ein richtig gut sitzendes Geschirr mit im Spiel ist, dann ist auch die Sicherung bei kleineren „Kletterpassagen“ kein Problem mehr 🙂

Angst vor Wasser sollte der Vierbeiner auch keine haben, denn manchmal gibt es eben einfach keine Brücke…..

Bei der Wahl der Streckenlänge und des Wandertempo sollte auch an den Hund gedacht werden. Wie schwer ist das Gelände? Kommen wir da gut voran? Für Bentley sind Geröllfelder wesentlich schwieriger als für Jamiko. Bentley muss oft schon springen und klettern, während Jamiko einfach einen großen Schritt machen kann. Sumpfige Gebiete sind für kleine Hunde wie Bentley auch schwieriger, denn er ist öfters mal bis zum Bauch versunken und musste sich freiwühlen. Auch hier war das für Jamiko eher weniger problematisch.

Wir übernachten auf unseren Touren ausschließlich im Zelt. Auch das ist für den Hund nicht alltäglich und wir haben es vorher geübt. Wer schläft wo? Haben wir genug Platz im Zelt mit unseren Hunden und dem restlichen Kram? Wie reagiert der Hund auf die Umweltgeräusche?
Obwohl wir nur zwei Erwachsene sind haben wir ein Vier-Personen-Tunnelzelt. Mit den Hunden ist alles andere für uns zu eng. Aber auch hier sollte man bedenken, dass ein größeres Zelt a) teurer ist und b) man noch mehr zusätzliches Gewicht mit auf Tour nimmt.

Mit das Wichtigste komm zum Schluß: Der Hund sollte gesund sein! Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wir wollen es aber der Vollständigkeit halber erwähnen. Wer ganz sicher gehen will, der lässt seinen Hund vor einer langen Tour beim Tierarzt durch checken und holt sich das OK.

Der Spaß darf natürlich nicht zu kurz kommen. Hunde können laufen, das wissen wir, aber haben sie auch Spaß daran, wenn es über mehrere Tage durch schweres Gelände geht?
Wir haben mit unseren Dreien das Glück, dass sie alle total gerne unterwegs sind. Der Kleinste ist unser Wanderkönig, der gar nicht genug davon bekommen kann, über Felsen und Steine zu springen und zu klettern.

Wer so einen Kerl oder so eine Dame zu Hause hat, der kann seinen vierbeinigen Begleiter mit Sicherheit bei entsprechender Vorbereitung mit auf Tour nehmen.

Wenn ihr weitere Fragen oder Ideen habt, immer raus damit. Schreibt uns eine Mail oder hinterlasst einen Kommentar. Wir helfen euch gerne und nehmen auch gerne weitere Tipps mit auf! 🙂

 


 

 

Info: The english language  is not our mother tongue and we are pretty sure that there a some errors in the text. Hopefully, you can simply overlook it and filter the important information out. We will try to improve our english.

 

How do I know if my dog ​​is up for a multi-day hiking tour?

It ist not possible to give a general answer. In general every dog ​​is suitable for a multi-day hiking tour. We have tried to list the most important criteria from our point of view. On the basis of these informations you might be able to decide whether your dog is able to do a long tour and still has fun while hiking.

First of all, the dog should be grown up. On these tours you walk many kilometers (or miles 😉 ) a day, often in heavy terrain. Otherwise it might be to stressful for the bones and joints. A puppy also sleeps more than he runs and there is a reason they do that.… Also a healthy adult dog has a much better condition and stronger muscles than an untrained puppy.

Here is our next point: The dog should be in good shape and condition. If you like to hike with your dog for several days with distances up to 20 kilometers (or more), he/she should have a decent basic condition. If the dog is not trained, he/she might quickly loose the desire to walk further and is overwhelmed with the entire tour. But don’t worry, if the dog isn’t in top shape: You should train with your dog before your tour. Such a tour is not planned from one day to the other and while you get fit, you can take the dog right along 😉

Furthermore, you should definitely be sure that the dog e.g. can walk over bridges that have no closed ground. Suspension bridges, where you can look downwards and see the ground, are no rarity while hiking the Kungsleden in Sweden.
You can carry small dogs, like Bentley, over a bridge. But with a dog that weights 30 kg and a heavy backpack on your back it will be difficult. So the dog should be able to walk alone and without fear.

Imagine: You are standing in the middle of a suspension bridge, the dog is in your arms, the whole thing is vibrating slightly, the dog starts fidgeting and you can not hold on to the bridge or the dog   -> this can end bad for all involved. So the dog must have learned how to go over such bridges.

With Jamiko we were pretty sure that he wouldn’t mind the height and that he is able to see the ground from up above, because the guy climbed with us up to the blast furnace in the „Duisburg landscape park“ (an old steel factory now open for public). He climbed the iron staircase and the almost 70 meters in height straight up and then down again – all on his own without our help. We were heavily impressed and the people on the lookout platform asked us, quite disbelieving, how we got the dog up there. When we replied that he came up by himself some would not believe us. But the fact that you don’t carry a 30 kg Dalmatian a 70 meter staircase up made them think about it 😉

We unfortunately couldn’t practice the slight swing of a bridge when you walk across it, but with a lot of patience at the first bridge during our tour, it was no problem. If you go slow, everything is possible and it will work- you just have to remain calm and show the dog that you know what you are doing. (Even if you sometimes do not know it ;))

There are, of course, bridges, which consist only out of a tree trunk thrown over the river. This is common practice in many areas of Sweden.

Here, the dog should also be able to cross a slippery tree trunk. This can be practiced at home in the forest while walking and the dogs. They get the hang of it really quick.

We also practiced jumping from tree trunk to tree trunk. This helped us later in the large gravel fields in the Femundsmarka. Balance is here the keyword. It also is important to practice to lift the dog up. The dog must be able to keep still and be calm when you have it in your arms. This allows you to carry the dog over steep passages or to overcome even small ladders with him/her. This is, of course, much simpler with Bentley than with the two big ones. But as always: Practice, practice, practice… And with a really good fitting harness smaller „climbing passages“ are also no problem 🙂

Your four-legged friend shouldn’t be afraid of water, because sometimes there simply is no bridge …..

When choosing the length of the tour and the walking tempo, you should also think about your dog. How difficult is the terrain? For Bentley, gravel fields are much more difficult than for Jamiko. Bentley has to jump and climb, while Jamiko can simply take a big step. Swampy areas are also more difficult for small dogs like Bentley, because they might sink in up to their belly and then they have to struggle to get free. Again, this is rather less problematic for Jamiko – long legs might be a slight advantage 😉

During our tour we only sleep in a tent. This is not a common sleeping place that the dog knows and we tried it at home before we went on our first hike. Who sleeps where? Do we have enough space in the tent with our dogs and the rest of the gear? How does the dog react to environmental noise?

Although we are only two adults we have a four-person tunnel tent. With the dogs everything else is a too small fit for us. But you should consider that a larger tent is a) more expensive and b) it is heavier than a smaller tent and adds more weight to your backpack.

And now the most important thing to consider (in our opinion): The dog should be healthy! Everyone with common sense should know that, but we want to mention it for the sake of completeness. If you want to be sure, go to a vet and let them check your dog before a long tour and get the OK.

Naturally everything you do should be fun! Dogs can walk and walk, we know that, but do they have fun when it is through difficult terrain for several days?

We are lucky with our three boys, they are all happy to go. The smallest one is our „hiking-king“. He can not get enough of jumping over rocks and trees. And he is still going when the others want to stop!

If you have such a boy or girl at home, you can take your four-legged companion on tour with you.

If you have any further questions or ideas: Write us an email or leave a comment.

(Sorry again for our not-nearly-good-enough-english! Thank you for reading this far 😊)

 

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