27.04.2017: Grövelsjöfjällen

27.04.2017: Grövelsjöfjällen

Obwohl wir im Urlaub sind, beginnt der Tag mal wieder sehr früh. Zumindest für Dany, denn pünktlich um 05:30 Uhr steht Scotty am Bett und macht sehr deutlich, dass er raus möchte.
Etwas verschlafen geht Scotty dann seine erste kleine Gassirunde des Tages. Als Dany und Scotty wieder zurück sind, stehen die anderen beiden Jungs auch schon parat und wollen raus.
Dennis bekommt von der ganzen Aktion gar nichts mit und schläft weiterhin selig im Bett.

Nach der kleinen Actioneinlage geht Dany nochmal kurz ins Bett, aber gegen 07:30 Uhr sind wir dann doch endlich alle wach und das Frühstück wird angerichtet. Danys Mama hat uns vor der Fahrt noch zwei Weckchen gebacken. Ein Teil davon muss heute dran glauben.
Aber so richtig wichtig für das Frühstückk ist noch etwas ganz anderes: Polarbröd!
Dies ist ein schwedisches Softbrot und wir finden es mega lecker. In Kombination mit dem Rentierkäse aus der Tube ist es noch besser 😉

Da wir zeitig gefrühstückt haben, ist es auch grade erst kurz nach 09:00 Uhr. Das passt ganz gut, denn die Rezeption macht um 09:00 Uhr auf und schließt um 11:00 Uhr schon wieder.
Da haben wir nur ein kurzes Zeitfenster, um das WLAN-Passwort zu erhaschen.
Gestern wollten wir eigentlich Fußball gucken, aber da wir Mittags erst ankamen, war die Rezeption schon zu. So konnten wir das Spiel leider nicht gucken, aber wir haben unser Datenvolumen angezapft und das BVB Netradio gehört. Wie ihr euch jetzt denken könnt, waren wir von dem Ergebnis des Spiels mehr als begeistert 🙂

Mit einem Fettlippenstift, Butter und dem WLAN-Passwort bewaffnet (geniale Kombination, oder? ;-)) gehen wir wieder zum Haus zurück.
Heute wollen wir eine kleine Runde einfach frei Schnauze drauf los laufen. In den treuen roten Deuter Rucksack packen wir nur etwas zu trinken, das Erste-Hilfe-Set, einen Mantel für Jamiko und einen Mantel für Bentley ein.
Wir gehen davon aus, dass Bentley relativ schnell vereist. Ist dies der Fall, so packen wir ihn in den Rucksack und dann kann der kleine König dann entspannt mitreisen und auftauen, während wir die Tour einfach weitergehen können.

Dennis trägt auf dem ersten Wegstück unsere Schneeschuhe. Die haben wir uns vor der Tour noch ganz spontan gekauft. Da wir beide bisher noch nie mit Schneeschuhen unterwegs waren, sind wir mal gespannt, wie das klappt. Wir haben ja auch noch die Jungs vorne am Gurt… Naja, mal sehen, in einer halben Stunde wissen wir mehr.
Die Jungs freuen sich, dass es wieder los geht. Dick eingepackt gehen wir vor die Tür.

Die Spiegelreflex- und die Filmkamera fest im Griff, machen wir uns auf den Weg. Nach knapp 15 Minuten sind wir an der gleiche Stelle, an der wir 2014 unsere Tour begonnen haben.
Eigentlich hatten wir vorher überlegt, den Anfang des gleichen Weges, wie damals zu gehen. Da es sich aber natürlich um einen Sommerwanderweg handelt, können wir die kleinen roten Markierungen auf den Steinen – am Boden – nicht sehen. So entscheiden wir uns, erstmal über die kleine Brücke am Fluss zu gehen und dann werden wir weitersehen.
Die Brücke ist schnell erreicht und wir sind wieder mächtig stolz auf die Jungs. Obwohl die Brücke quietscht, wankt und schaukelt, laufen die Drei da drüber, als wenn sie nie etwas anderes gemacht haben.
Kurz hinter der Brücke halten wir dann an und packen die Schneeschuhe aus. Gefährlich sehen die großen Teile mit den Eisenkrallen an der Unterseite ja schon irgendwie aus 😉
Da müssen wir aufpassen, dass da kein Hund zwischen kommt! Aber bevor wir darüber nachdenken, was beim gehen passiert könnte, sollten wir die Teile erstmal an die Füsse bekommen. Das geht, dank der drei Schnallen, super schnell und sitzt bombensicher.
Die ersten Schritte sind etwas unkoordiniert, aber nach knapp 10 Metern läuft es sich echt super. Ganz einfach und man sackt nicht in den Schnee ein. Alles in allem ist es etwas anstrengender als normales gehen, aber immer noch total angenehm.
Die Jungs lassen sich von den großen Dingern auch nicht beeindrucken und gehen munter drauf los. Wir haben relativ schnell Andreaskreuze gesichtet, die einen Winterwanderweg markieren. Dann folgen wir denen doch einfach!
Wir haben heute ja kein Ziel vor Augen und wollen einfach nur die Landschaft genießen. Und davon gibt es hier ziemlich viel.
Bisher haben wir noch keinen anderen Menschen getroffen, es ist sehr still und so wie es scheint, ist es auch etwas länger her, dass jemand auf dem Winterwanderweg unterwegs war. Die Spuren sind alle schon wieder etwas vom Schnee bedeckt.
Die weiße Landschaft ist wirklich sehr beeindruckend! Immer mal wieder stehen vereinzelt oder in kleinen Gruppen Bäume herum. Man kann hier auch schon sehr gut erkennen, wo die Baumgrenze ist, denn einige Meter den Berg hinauf , wächst einfach nichts mehr. Es ist einfach nur weiß.
Der strahlend blaue Himmel ist mit einigen kleinen Wölkchen durchzogen und die Sonne macht das Weiß einfach noch weißer.
Ohne Sonnenbrille wäre hier nix zu machen! Im Gesicht merkt man die Kraft der Sonne auch ziemlich schnell sehr deutlich, denn das leichte Kribbeln, was einen Sonnenbrand ankündigt, ist schnell da.
Natürlich haben wir nicht daran gedacht Sonnencreme mitzunehmen. Aus Fehlern wird man aber bekanntlich klug und so besorgen wir morgen schnell noch Sonnencreme im Supermarkt.
Der Winterwanderweg ist sehr gut markiert und wir laufen immer den Kreuzen hinterher, hier und da nochmal ein kurzer Zwischenstopp für ein Foto…so geht das gute acht Kilometer lang.
Zwischendurch geht es mal rauf und mal runter. Zwischen kleinen Wäldchen oder Baumgruppen hindurch und über zugeschneite Brücken über kleine Flüsse / Bäche.
Ab und an kommen wir auch an einer Schutzhütte vorbei. Wir entschließen uns allerdings keine Pause zu machen, denn bei den Fotostopps stehen wir schon genug und die Jungs sind alle noch total motiviert.
Sogar Jamiko ist nach knapp zwei Stunden immer noch ohne Mantel unterwegs 😉
Mit Bentley haben wir mal Glück und mal Pech auf dem Weg. Auf langen Strecken ist der Boden schön hart und die kleinen Eisklumpen bleiben Bentley erspart. Allerdings kommen auch immer mal wieder Strecken, da ist der Schnee sehr pulvrig und entsprechend tief sackt er ein. In diesen Momenten sind wir wirklich froh, dass wir die Schneeschuhe haben, denn ohne diese wären wir mit Sicherheit bis zum Knie oder tiefer eingesackt.
Der kleine König entscheidet dann auch, dass es ihm reicht und er nicht mehr mag. Als Dennis ein Foto schießt, trampelt Bentley den Schnee um sich herum platt und rollt sich ein. Viel deutlicher kann er gar nicht machen, dass ihm das Ganze gerade alles zu lästig ist.
Als gute Diener des kleinen Königs erkennen wir das Zeichen natürlich sofort. So schnallt sich Dany den Rucksack ab und verteilt den Krempel darin ein bisschen um.
Jamiko bekommt seinen Mantel an und auch Bentley wird in sein Mäntelchen gesteckt. Danach wird Bentley inkl. Mantel einfach in den Rucksack verfrachtet.
Dany schnallt sich das Ganze wieder auf den Rücken und es kann weitergehen. Der kleine König genießt, so wie es aussieht, die Natur und wir können das Tempo nun auch ein bisschen anziehen, denn wir müssen ja keine Rücksicht mehr auf die kleinen Beinchen nehmen 😉

So laufen wir dann noch ein gutes Stück immer dem Weg nach. Nach etwas mehr als acht Kilometern entscheiden wir uns dann umzukehren. Die Strecke müssen wir ja auch nochmal laufen, damit wir wieder zurück zu unserem Haus kommen.
Da wir einfach drauf los gelaufen sind, haben wir natürlich keine Rundwanderung machen können. Das war so erstmal nicht geplant, aber in den kommenden Tagen wird es auch hierfür noch Zeit geben.
Immer mal wieder kommen wir an Schildern für die Skifahrer und Wanderer vorbei, hier können wir uns dann anhand einer Karte orientieren und erkennen auch, wo wir uns aktuell befinden.

Auf dem Rückweg entdecken wir auch hier und da nochmal etwas, was wir auf dem Hinweg nicht gesehen haben und so machen wir noch mehr Bilder und Videos.
Unsere Spur können wir ganz einfach verfolgen, denn mit Schneeschuhen sieht der Schnee, durch den wir stapfen, schon sehr verwüstet aus.
Jamiko und Scotty sind immer voll dabei und können gar nicht genug vom Schnee bekommen. Immer wieder halten sie an um zu buddeln oder um die Nase in den Schnee zu stecken.
Bentley schaut sich alles aus seinem Rucksack an und manchmal scheint es so, als würde er mit dem Kopf schütteln, wenn die anderen beiden besonders albern sind. 🙂

In zügigen Schritten erreichen wir die kleine Brücke vom Beginn der Tour, schneller als gedacht. Dort schnallen wir die Schneeschuhe ab, Bentley darf wieder aus dem Rucksack raus und wir gehen die letzen zwei Kilometer zum Haus zurück. Dort angekommen sucht sich jeder der Jungs seine Ecke…kaum haben wir die Jacken und Schuhe ausgezogen, da sind die sechs Hundeaugen auch schon fest geschlossen und die drei Jungs sind im Land der Träume verschwunden.
Wir beide gucken uns an, zucken mit den Schultern und sind froh, dass die Drei Spaß hatten und jetzt müde sind.

Heute Abend werden wir nicht mehr so viel tun. Wir sind nebenbei noch ein Projekt auf die Beine am stellen, davon sei hier aber noch nichts verraten…seid gespannt, wir werden euch, wenn es soweit ist, darüber informieren. Es wird auf jedenfall spannend 🙂
An diesem wollen wir noch ein bisschen planen und ansonsten werden wir uns nachher selbstgemacht Hamburger machen und uns vielleicht, wenn die Sonne weiterhin so scheint, ein bisschen auf die Terrasse setzen und den Abend ausklingen lassen.

Was der morgige Tag bringen mag, wir wissen es aktuell noch nicht. Diesen Urlaub entscheiden wir alles relativ spontan – muss ja auch mal sein 😉

Wir sind auf jeden Fall gespannt und hoffen ihr seid es auch! 😉

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