Traumpfad: Bergschluchtenpfad Ehrenburg und Burg Eltz

Traumpfad: Bergschluchtenpfad Ehrenburg und Burg Eltz

Spontan haben wir uns dazu entschlossen einen Ausflug an die Mosel zu machen. Wir wollten mal wieder einen der zahlreichen Traumpfade wandern. Vor einiger Zeit hatten wir uns ein kleines Buch mit der Beschreibung von 25 Traumpfaden in der Rhein- Mosel- Eifel- Region zugelegt. Hier hatten wir uns auch schon einige Touren rausgesucht, die wir mal gehen wollten. Aber wie es so ist, hatten wir entweder nicht die Zeit oder Lust uns aufzuraffen und in das Auto zu setzten. Da wir noch einige Tage Urlaub hatten, aber wir uns an diesem Mittwoch aber doch aufgerafft.

Da es sich um einen Traumpfad handelt, der mit schwer in der Beschreibung gekennzeichnet ist und weil einige Höhenmeter (879m An- und Anstieg) angegeben sind, haben wir uns dazu entschlossen die Jungs zu Hause zu lassen.

Moment mal! Warum lassen wir die Jungs zu Hause, wenn es rauf und runter geht? Das machen wir doch sonst auch nicht… Die Erklärung ist recht einfach: Es wird angeraten, diesen Traumpfad zwischen April und Oktober zu wandern, da es ansonsten recht glatt sein könnte, entweder durch Schnee oder Eis. Da explizit darauf hingewiesen wurde, dass Trittsicherheit und Schwindelfreiheit bei diesem Weg wichtig sind, haben wir uns dazu entschlossen, erstmal ohne die Hunde gucken zu fahren. Wenn es eine lohnenswerte Tour ist, dann werden wir sie mit den Jungs nochmal im Sommer wandern. So sind wir aber nun auf der sicheren Seite, denn wir wollen ja auch nicht uns oder die Hunde unnötig gefährden.

Und was sollen wir sagen? Wir waren ehrlich gesagt froh, dass wir die Hunde nicht dabei hatten. Die Tour ist wirklich wunderbar! Wald, Berge, Schluchten, Flüsse, schöne Aussichten und angenehm zu gehende Wege zogen sich durch die ganzen 18km. Allerdings waren die Wege zum Teil wirklich sehr schmal. Zur Rechten hatte man dann Felsen und zur Linken ging es steil bergab, oder umgekehrt. Der Weg war dann so breit, dass man entspannt beide Füße nebeneinander stellen konnte, aber auch nicht viel mehr. So ging es dann bergauf und bergab und das nicht zu knapp.
Wir waren recht schnell bereits komplett durchgeschwitzt. Die Tour ist anstrengend, das können wir definitiv bestätigen, aber wirklich sehenswert. Die Aussichten auf die Mosel sind wunderschön, leider war es diesig, so dass wir keine gute Fernsicht hatten, aber im Dunst konnten wir doch so einiges erkennen. Der Traumpfad ist super ausgeschildert, eine Karte hatten wir nicht gebraucht. Zur Sicherheit haben wir uns die GPS Strecke zwar auf das Smartphone geladen, aber wie gesagt, das haben wir nicht gebraucht.
Wir haben zwischendurch nur mal kurz geschaut, wie viel Strecke wir noch vor uns hatten. Die Beschilderung ist gut zu finden und zwischendurch sind auch Plaketten angebracht, die mitteilen, wie hoch man gerade ist und auch die Telefonnummer des Touristenvereins und Koordinaten sind angegeben. Wahrscheinlich wenn etwas passiert und man „gerettet“ werden muss.
Der Pfad führt an der Ehrenburg vorbei. Die kleine Burg ist wirklich hübsch und für 3,50€ hätten wir auch in den Innenhof der Burg gehen können. Wir haben darauf verzichtet, denn das war zu Beginn der Tour und wir wussten nicht, wie lange wir denn wirklich brauchen werden. Die Fotostopps nehmen doch immer recht viel Zeit in Anspruch und geplant ist auch noch, dass wir auf dem Rückweg kurz bei der Burg Eltz halten wollen. Die ist nämlich nur ein paar Kilometer mit dem Auto entfernt. Das wollen wir uns dann nicht entgehen lassen, wenn wir schon mal hier in der Ecke sind 😊

Wir lassen also die Burg hinter uns und gehen weiter. Der Weg ist abwechslungsreich, denn schnell sind wir im Feld und dann schon wieder im Wald. Bänke sind auch immer wieder vorhanden. Setzen tun wir uns allerdings nicht, denn auf den Bänken liegt noch ordentlich Schnee. Wir nutzen sie aber für eine kleine Mittagspause und einen Zwischensnack. Für unser Wasser haben wir diesmal wieder eine Trinkblase mit einem Volumen von 2l dabei. Die Dinger sind wirklich praktisch, denn man muss nicht immer den Rucksack öffnen und anhalten wenn man Durst hat. Über den Schlauch und das Mundstück kann man super trinken, ohne dass was verschüttet geht oder man anhalten muss. Das war eine sinnvolle Anschaffung und mit 2 Litern kommen wir locker aus.

Zu viel wollen wir euch natürlich über den Traumpfad nicht verraten, denn wir hoffen, dass ihr ihn vielleicht mal selber wandern werdet. Bilder haben wir natürlich gemacht und auch ein kurzes Filmchen ist bei der Tour entstanden. Schaut mal bei YouTube vorbei 😉

Im Sommer würden wir den Weg wahrscheinlich nicht gehen, denn dann sind sicherlich zu viele Menschen unterwegs. An einigen Stellen ist es doch recht eng, wenn uns jemand entgegen kommen würde.
Mit Hunden ist es dann zum Teil gar nicht machbar, außer vielleicht der Hund kann frei laufen, was wir aber bei dem Gelände nicht unbedingt empfehlen würden, denn auch Hunde können mal daneben treten und dann sind sie schneller den Hang runtergeknallt, als man gucken kann. Wir sind auch nicht sicher, ob es sich nicht vielleicht sogar um ein Naturschutzgebiet handelt, dann dürften die Hunde ja eh nicht frei laufen.
Bei dem Wetter, was wir hatten (kalt und etwas feucht) ist uns allerdings niemand entgegen gekommen. Wir haben auf der gesamten Strecke keinen Menschen getroffen. Damit hätten wir nicht gerechnet, aber wir haben uns drüber gefreut. So kann man die Natur dann noch mehr genießen.

Wanderstöcke hatten wir keine dabei, aber die würden wir das nächste mal definitiv mitnehmen, denn grade bei den Bergabstücken wären sie wirklich praktisch gewesen.

Nachdem wir wieder am Auto angekommen sind, sind wir den Schildern zur Burg Eltz gefolgt. Auf dem Parkplatz haben wir dann gesehen, dass die Burg erst wieder ab März geöffnet hat, aber das ist nicht schlimm, denn wir wollten uns diese ja eh nur von außen gucken. Auf dem Parkplatz, den wir auch nichts zahlen mussten, war unser Auto dann schon wieder alleine.
Wir sind der Beschilderung gefolgt und waren nach knapp 15 Minuten an der Burg. Auch hier war niemand zu sehen, wir hatten die Burg also für uns alleine. Schnell haben wir von allen Seiten, die man sehen konnte Bilder gemacht und sind dann im Stockdunkeln zurück zum Auto. Zum Glück hatten wir eine Taschenlampe dabei, denn ansonsten hätten wir uns durch die Dunkelheit schleichen müssen… Das muss ja nicht sein.

Wir haben auch seit langer Zeit endlich mal wieder einen Uhu gehört…Zumindest denken wir, dass es ein Uhu war, denn den Ruf hätten wir keinem anderen Tier zuordnen können.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.