21.04.2018: Tag 3 Grövelsjön

21.04.2018: Tag 3 Grövelsjön

English version below


Aufgestanden wird wieder so gegen 7:30 Uhr. Die Jungs müssen raus. Dany zieht sich schnell wetterfest an und wagt sich mit den Jungs vor die Tür.
Zur großen Freude von allen stellt sie fest, dass der Schnee vor unserem Haus nicht matschiger geworden ist. Es ist sogar fester geworden…wohooo!
Der Regen ist anscheinend gefroren und hat den Schnee wieder fester gemacht. Rutschiger ist er, aber immerhin auch fester.
Die Jungs erledigen kurz alles und dann gibt es erstmal Frühstück für alle. Nach dem Frühstück kümmert sich Dennis noch um einige Bilder, die noch in der Warteschlange stehen und dann machen wir uns fertig.
Heute wollen wir mal schauen, ob wir in Richtung Häflingen gehen können. Vielleicht ist der Schnee dort ja besser. Da es nicht so sonnig ist, packen wir Jamiko von vornherein in seinen Mantel ein. Dany schnappt sich den Deuter Rucksack, für den Fall der Fälle, dass Bentley irgendwann keine Lust mehr hat und getragen werden will.
Dennis ist mit der Kamera für die Fotos bepackt und Dany klemmt sich noch die andere Kamera mit Mikrofon unter den Arm. Heute wollen wir dann endlich mal ein paar bewegte Bilder aufnehmen.
Die neue Instax Sofortbildkamera ist auch im Rucksack verstaut. Wir wollen jeden Tag ein Bild mit der Sofortbildkamera machen. Diese Bilder werden dann später mit einigen ausgedruckten Bildern in ein Buch eingeklebt. 2018 werden wir ein kleines Abenteuertagebuch erstellen. Allerdings sollen hier die Bilder sprechen. Es wird dazu nur minimalen Text geben…hier werden wir euch sicherlich auch mal einen Blick rein werfen lassen. 😉

Nun aber zurück zum wesentlichen. Wir sind also startklar, die Hunde sind motiviert und die Schneeschuhe haben wir unter den Arm geklemmt. Vorsichtig gehen wir unseren Abenteuerweg zur Straße und dann sind wir nach knapp 30 Metern schon am Winterwanderweg angekommen. Wir schnallen die Schneeschuhe an und dann kann es eigentlich losgehen.


Die Jungs walzen erstmal durch den Schnee, als wenn es kein Morgen gibt. Wir müssen die beiden großen bremsen, denn Bentley kommt so absolut nicht hinterher. Der kleine König ist etwas vorsichtiger, als die anderen beiden und möchte offenbar nicht alle 2 Meter bis zum Hals im Schnee stecken. Er wählt seine Schritte mit bedacht und das dauert etwas länger als sonst.
Als wir dann aber die Scooterpiste erreichen ist der Schnee so fest, dass auch Bentley wieder normal laufen kann.
Wir folgen dem Winterwanderweg und gehen bergauf und noch mehr bergauf… und weiter rauf. Der Himmel ist nach kurzer Zeit strahlend blau, es sind nur wenige Wolken unterwegs und die Sonne gibt sich richtig Mühe uns ins Schwitzen zu bringen und das schafft sie auch!
Wir sind ordentlich durch, als wir endlich oben ankommen. Aber die Aussicht ist einfach der Wahnsinn. Wir haben eine unglaubliche Fernsicht in Richtung Norwegen. Es ist einfach nur atemberaubend.

 

In Bilder oder Film lässt sich die unglaubliche Weite und Erhabenheit dieser Landschaft gar nicht richtig festhalten. Sowas muss man mal erlebt haben. Es ist komplett still. Der Schnee dämpft alle Geräusche. Weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen, Tiere sind auch keine unterwegs und sogar die Jungs sind einen kleinen Moment still. Unglaublich. Obwohl wir schon einige Male an dieser Stelle standen, im Herbst oder im Winter, ist es immer wieder überwältigend. Wir genießen die Aussicht ein wenig und machen natürlich wieder viele Fotos.
Aber ein bisschen Strecke wollen wir heute noch machen und der Weg ist ziemlich gut zu gehen, solange man nicht in den Tiefschnee kommt 😉
Irgendwann kommt uns tatsächlich noch ein Schneemobil entgegen. Der Fahrer scheint nicht damit gerechnet zu haben, dass noch jemand unterwegs ist und zuckt erstmal ordentlich zusammen, als er uns entdeckt. Die Jungs gucken sich das laute, knatternde Teil an und sind nicht unbedingt beeindruckt.
Zum Glück schluckt der Schnee schnell alle Geräusche und wir sind wieder mit uns allein. Einige Kilometer laufen wir den Weg entlang und beschließen dann, dass es Zeit ist wieder umzukehren.
Bentley entscheidet sich dann jetzt auch dafür, dass er in den Rucksack möchte. Bei einem Fotostopp versucht er erst an Dennis und dann an Dany hochzukraxeln.

 

Das ist immer das Zeichen, dass der kleine König in den Rucksack möchte. Dany setzt den Rucksack ab und macht ihn auf. Sofort versucht Bentley hinein zu krabbeln- Ohje, der kleine König scheint wirklich durch zu sein. Bentley wird noch schnell in seinen Mantel und ein dickes Handtuch eingepackt. Er soll ja nicht frieren und ein bisschen nass ist er vom ganzen Schnee natürlich schon geworden. Ohne zu murren lässt sich Bentley von Dany in den Rucksack setzen und wartet geduldig ab, bis er hochgehoben und auf den Rücken geschnallt wird. So lässt es sich doch gut wandern.

 


Die anderen beiden sind ziemlich unbeeindruckt und laufen einfach den Weg zurück, den wir gekommen sind. Runter ist es etwas schwieriger als rauf. Die Sonne hat den Schnee weicher gemacht und wir rutschen mit den Schneeschuhen bei fast jedem Schritt so 10-15cm weiter als normal. Das liegt natürlich auch daran, dass wir jeder eine kleine Zugmaschine am Gürtel haben.
Die Jungs verstehen gar nicht, dass es nicht schneller geht, es geht ja schließlich bergab. Dany muss Jamiko irgendwann bremsen, denn das Tupfentier scheint auf Schneepflugmodus geschaltet zu haben und nimmt grad gar keine Rücksicht auf Dany und Bentley, die ja immer noch hinten dran hängen. Ein paar Minuten mit ein bisschen Gemecker später geht es wieder und wir kommen schnell den Berg hinunter.
Wir gehen zur Fjällstation und dort schnallen wir die Schneeschuhe ab. Das restliche Stück gehen wir über die Straße zurück. Im Haus angekommen wird der Trockenschrank befüllt. Schuhe, Gamaschen, die Geschirre der Hunde und die Socken müssen trocken gelegt werden. Die Jungs liegen schon wieder rum und sind im Land der Träume unterwegs, während wir es uns nochmal auf der Terrasse bequem machen.
Um 18:30 Uhr wollen wir Fussball gucken, aber bis dahin ist es noch ein bisschen Zeit und die genießen wir in der Sonne. Als Dany kurz ins Haus geht, bringt sie Scotty mit raus. So ein Husky kann ja auch draußen bei uns sein und schlafen. Der friert ja nicht so schnell. 😉
Scotty findet es anscheinend auch gut, denn er setzt sich erstmal hin und beobachtet die Vögel, die von Baum zu Baum fliegen.

Den Rest des Tages verbringen wir also auf der Terrasse, gucken Fussball, machen uns eine große Portion Nudelsalat und lesen noch ein bisschen. Dennis geht gegen 0 Uhr noch mach vor die Tür, denn es ist sternenklarer Himmel. Leider sind keine Nordlichter zu sehen, aber schon allein der Sternenhimmel hier ist sehr beeindruckend.

  

 (Scotty hat einen GPS Sender am Halsband)


 

 

We get up around 7:30 again. We gotta get the boys out to pee. Dany dresses quickly and dares to go outside with the boys. To everyone’s great joy, she notes that the snow in front of our house has not become muddier. It’s even a little firmer… wohooo! Well, of course it is, at night the temperatures drop a litte above 0°…. The rain seems to have frozen and made the snow firmer again. It’s slipperier, but at least it’s firm.

The boys take care of everything and then we have breakfast for everyone. After breakfast Dennis edits a few pictures that are still waiting to be edited and then we get ready to go out.

Today we want to see if we can go in the direction of Häflingen. Maybe the snow’s better there. Since it is not so sunny, we put Jamiko from the beginning into his coat. Dany grabs the Deuter backpack, in case Bentley doesn’t feel like walking anymore and wants to be carried.

Dennis is loaded with the camera for the photos and Dany gets the other camera with microphone under her arm to make the video footage.

The new Instax instant camera is also stored in your backpack. We want to take a picture every day with the instant camera. These pictures are later glued into a book with some printed pictures. In 2018 we will create a small adventure diary.  There will be only minimal text…we will certainly let you have a look inside. 😉

But now back to the essentials. We are ready to go, the dogs are motivated and we have our snowshoes ready. We carefully walk along our adventure trail to the road and then after almost 30 metres we have already arrived at the winter hiking trail. We buckle up our snowshoes and then we can actually get started.

The guys are rolling through the snow like there’s no tomorrow. We have to slow down the two big ones, because Bentley can’t keep up. The little king is a bit more careful than the other two and apparently doesn’t want to be up to his neck in the snow every 2 meters. He chooses his steps carefully and it takes a little longer than usual. But when we reach the scooter runway the snow is so firm that Bentley can run normally again.

We follow the winter hiking trail and go uphill and even more uphill… and further up. The sky is bright blue after a short time, there are only a few clouds in the sky and the sun really tries to make us sweat. And it works! We’re well done when we finally get to the top of the mountain. But the view is just amazing. We have an incredible view towards Norway. It’s just breathtaking.

The unbelievable vastness and grandeur of this landscape cannot really be captured in pictures or films. You have to see something like that with your own eyes. It’s completely quiet. The snow dampens all noises. Far and wide there is not a soul to be seen, animals are not on their way and even the boys are quiet for a moment. Unbelievable. Although we have stood in this exact same spot several times, in autumn and winter, it is always overwhelming. We enjoy the view a little longer and of course we take many photos.

But we still want to do a few km today and the way is pretty good to go, as long as you don’t get into the deep snow 😉

At some point a snowmobile comes towards us. The driver does not seem to have counted on the fact that someone is still on the way and is a bit startled when he discovers us. The boys look at the loud, rattling thing and are not impressed. Fortunately, the snow quickly swallows all the sounds and we are alone again. A few kilometres we walk along the path and then decide that it is time to turn back.

Bentley now also decides that he wants to get into the backpack. At a photo stop he first tries to scramble up Dennis and then Dany. That’s always the sign the little king wants in his backpack.

 

Dany puts down the backpack and opens it. Bentley immediately tries to crawl into it- Poor baby, the little king really seems to be done with all that snow. Bentley is quickly wrapped in his coat and a thick towel. We don’t want him to freeze and he is already wet from the snow. So we warp him up pretty good. Without grumbling, Dany puts Bentley in the backpack and secures everything, while Bentley waits patiently for him to be lifted up and strapped to her back. That’s a good way to hike.

 

The other two are quite unimpressed and just walk back the way we came. It’s a little harder downhill than uphill. The sun has softened the snow and we slide with our snowshoes 10-15cm further down than normal  with almost every step. Of course, this is also due to the fact that we each have a small tractor on our belts 😉

The guys don’t understand that we can’t go any faster. Dany has to stop Jamiko every now an then, because the spotted animal seems to have switched to snowplow mode and doesn’t care about Dany and Bentley, who are lagging behind.

We go to the mountain station and unbuckle our snowshoes. The rest of the way back across the pavement. Once in the house, the drying cabinet is filled. Shoes, gaiters, dog harnesses and socks must be dried. The boys are lying around again and are on the way into the land of dreams, while we make ourselves comfortable again on the terrace.

At 6:30 pm we want to watch a soccer game, but until then we still have a little time to enjoy the sun. When Dany walks in the house, she brings Scotty back out. He is a husky after all an he can stay a while outside with us and sleep here. He doesn’t get cold that fast. 😉 Scotty seems to like it too, because he sits down and watches the birds flying from tree to tree.

So we spend the rest of the day on the terrace, watch soccer, make a large portion of noodle salad and read a little. Around midnight Dennis takes the camera outside again, because it is starry sky. Unfortunately there are no northern lights to see, but the starry sky alone is very impressive.

  

(Scotty is wearing a GPS transmitter)

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