07.08.2018: Wildnis-Trail Etappe 2

07.08.2018: Wildnis-Trail Etappe 2

English version below 


 

Wildnis-Trail Etappe 2
Einruhr – Gemünd

Heute geht es durch das Offenland der Dreiborner Hochfläche ins Tal der Urft. Also von Einruhr nach Gemünd. Die Strecke ist mit 20,5km angegeben.

Heute morgen sind wir um kurz vor 7 Uhr vom Wecker geweckt worden. Erstaunlicherweise haben wir beide recht wenig Probleme mit den Beinen, es tut nix übermäßig weh und Muskelkater ist auch noch keiner da. Die warme Dusche nach de Aufstehen entspannt die Muskeln noch ein bisschen mehr und wir sind eigentlich schon wieder ziemlich fit. Da wir noch etwas Zeit haben, denn wir können ja erst um 8:00 Uhr Frühstücken, packen wir schonmal alles in die Rucksäcke, was wir nicht mehr brauchen. Die Wasservorräte füllen wir auch noch auf. Meine Wasserblase muss auch mit als erstes in den Rucksack, später ist es dann zu viel Stopferei und ich habe Bedenken, dass man die Hülle doch irgendwie beschädigt und das ganze Wasser ausläuft. Das wäre wirklich nicht schön… Also erst die Blase rein und dann schön alles drum herum drapieren 😉

Wir schnappen den Zimmerschlüssel und gehen nach nebenan in das Café zum frühstücken. Frühstück gibt es leider erst um 8 Uhr, das ist für die weitere Planung des Tages zwar doof aber nicht nicht zu ändern, so kommen wir dann erst später weg als gehofft. Dadurch werden wir genau zur Mittagszeit die Hochfläche überqueren müssen und heute sollen es immerhin über 35°C werden. Das wird sicherlich ziemlich anstrengend werden. Aber darüber machen wir uns jetzt noch nicht so viele Gedanken. Erstmal wollen wir in Ruhe frühstücken und dann brechen wir auf.  Wir werden nett begrüßt und bekommen sofort einen O-Saft und einen Kaffee bzw. Tee. Wir bekommen das Hausfrühstück, ein Buffet gibt es nicht. 4 Brötchen, eine Wurst- und Käseplatte, Butter, Marmelade und Honig. Reicht aus und wenn uns noch was fehlt, dann sollen wir Bescheid geben. Gut gestärkt packen wir im Zimmer schnell die restlichen Sachen zusammen und um 9 Uhr sind wir startklar!

Den Schlüssel haben wir schon abgegeben. Kurz nachdem wir los sind und der kleinen Wildkatze folgen, ruft uns ein Mann hinterher. Wir bleiben stehen, er holt auf und fragt und ob wir den Eifelsteig laufen, denn dann wären wir hier falsch. Wir klären ihn auf, dass wir den Wildnistrail gehen und dann bedanken wir uns noch nett, dass er sich um uns Sorgen macht und uns den richtigen Weg weisen wollten. Wie gehen weiter und entscheiden uns an einer Gabelung für die leichte Variante des Trails immer am der Urft entlang. Wir haben ja noch genug km vor uns und dann auch noch zwei weitere Wandertage und es wird heute sehr heiß. Da wollen wir es bei dem Wetter auch nicht übertreiben, denn auch um 9 Uhr ist es schon warm und man merkt, dass es ein heißer Tag werden wird.

Die ersten km sind schnell abgespult, denn wir gehen auf ebenen Wegen und dann treffen wir einen älteren Herren mit Bike. Er spricht uns an, ob wir auch den Eifelsteig gehen würden, denn er hat sich gestern mit einem Niederländer unterhalten, der alleine unterwegs war. Dieser beschwerte sich, dass er immer alleine unterwegs ist und keine weibliche Begleitung hat. Ob der Meister uns grade verkuppeln will? Wir wissen es nicht genau, vermuten es aber. Er hat uns dann noch gelobt, dass junge Menschen sich auch auf den Weg machen und viel wandern, er hat das früher auch immer gemacht und ist jetzt noch mit dem Bike unterwegs 5000-6000km im Jahr. Und das mit Anfang 80! Die hat man ihm auch nicht angesehen. Er hat sich dann auch über das Kompliment gefreut und wir haben uns nett verabschiedet.

Recht zügig haben wir dann auch schon die Urftstaumauer erreicht. Wir sind kurz vom Weg abgebogen, denn den Anblick wollten wir uns nicht entgehen lassen. Schon beeindruckend. Hier haben wir ein paar Fotos gemacht und eine kleine Pause eingelegt. Auf dem Weg haben wir die Frau wieder gesehen, die wir gestern schon gesehen haben, die läuft offensichtlich auch den Wildnistrail…  Eine Eidechse haben wir noch flitzen sehen und dann war sie  schon weiter. Eigentlich wollten wir im Café an der Staumauer was trinken gehen, dann hätten wir aber über die gesamte Staumauer gehen müssen und es war schon so heiß, dass wir das einfach nicht in der prallen Sonne über den Asphalt laufen wollten. So viel Durst haben wir nicht und Sonne bekommen wir nachher sicherlich noch genug ab. Wir gehen also weiter und es geht lange und viel bergauf.

Urftstaumauer
Urftstaumauer

Durch viel, sehr viel Sonne gehen wir über eine Hochebene und lassen uns braten- der Stern brennt. Offensichtlich haben wir das Offenland der Dreiborner Hochfläche erreicht. Wir haben es liebevoll Ofenland getauft und bei dem Namen sind wir auch den ganzen Tag geblieben. Es war wirklich so, als wenn man den Ofen auf macht und einem die heiße Luft ins Gesicht schlägt. Gestern waren wir bereits froh, dass die Hunde nicht dabei sind und heute bestätigt sich unsere Entscheidung wieder. Das hätte den beiden definitiv nicht gefallen. Es geht kein Wind und die Sonne kommt schön senkrecht von oben, so dass es auch bei den wenigen Bäumen so gut wie keinen Schatten gibt. Wir ziehen die Strecke in der Sonne durch und machen nur eine Mini- Trinkpause. Zu lange wollen wir hier wirklich nicht stoppen. Schade eigentlich, denn die Aussicht ist sehr schön und die Landschaft ebenfalls. Wenn es nicht so warm wäre, dann könnte man sich hier viel Zeit lassen und in der Gegend rum schauen und viele Fotos machen.  Aber der Vorhof zur Hölle kann nicht viel kühler sein und wir wollen das Ofenland schnell hinter uns bringen.

Wir kommen in Wollseifen an. Vermutlich wurde Wollseifen im 12. Jahrhundert gegründet. Es war ein überwiegend landwirtschaftlich geprägtes Dorf und durch den Bau der Urftstaumauer wurde hier der Fortschritt recht früh spürbar, denn die ersten Touristen kamen und es wurden Wochenendhäuser gebaut. 1922 besaß Wollseifen bereits elektrisches Licht. Etwa eine Stunde Gehzeit entfernt ist die „Ordensburg“ Vogelsang. Diese wurde in den 1930er errichtet und beschaffte vielen Menschen aus Wollseifen eine mehrjährige Arbeitsstelle. 1944 erlitt der gesamte Ort durch ein Bombardement starke Schäden und die Menschen mussten evakuiert werden. Wenige Monate später kehrten sie allerdings in ihre stark zerstörte Heimat zurück und begannen mit dem Wiederaufbau. Allerdings war das Schicksal von Wollseifen durch einen Beschluss der britischen Militärregierung 1946 recht schnell besiegelt. Es sollte ein Truppenübungsplatz auf der Hochfläche um Dreiborn, Vogelsang und Wollseifen erreichtet werden. 550 Menschen mussten innerhalb eines Monats ihren Ort für immer verlassen, nur die Toten auf dem Friedhof blieben zurück. Immer zu Allerseelen durften die ehemaligen Wollseifener ihre Toten besuchen. Dies ging bis 1955 so und dann wurden die Toten in neue Grabstätten umgebettet. Heute sind noch die Kirche, die alte Schule, ein Trafo Häuschen und ein Wegkapellchen von Wollseifen erhalten. In den 1980er Jahren wurden 20 Rohbauten errichtete in denen die belgischen Streitkräfte den Straßenkampf übten. Heute liegt all dies im Nationalparkgebiet und steht allen zur Verfügung. Ein paar Meter entfernt stehen weitere Gebäudereste, die Ruinen des geplanten Dorfes Vogelsang. Es sollten 60 Mehrfamilienhäuser gebaut werden, in diesen sollten die Familien des Stammpersonals der „Ordensburg“ Vogelsang leben. Allerdings ist es nie so weit gekommen, denn 1941 wurde, kriegsbedingt, ein Baustopp verhängt. Die bis dahin fertigen Rohbauten hat die Natur heute schon wieder in ihren Besitz genommen.

Alte Schule Wollseifen
Alte Schule Wollseifen
Alte Schule Wollseifen
Altes Trafo-Häuschen
Vogelsang

Wirklich sehr beeindrucken und irgendwie auch bedrückend… Wir folgen unserer Wildkatze und landen recht schnell wieder im Wald. Hier ist es angenehmer als auf der Hochfläche. Wir finden einen kleinen Bach und machen eine Pause. Wirklich viel Wasser ist nicht drin, aber es ist genug um mal die Hände und Füße zu kühlen.

Kleine Kröte (Frosch?)

Es geht weiter bergauf und das nicht zu knapp. Ein kurzes, aber steiles Stück bringt uns wieder ordentlich ins Schwitzen. Oben angekommen warten schon zwei Mountainbiker darauf, dass wir den Weg frei machen. Der erste von beiden stürzt sich den Berg hinunter und wir können nur staunen, das würden wir uns so nicht trauen. Der zweite von beiden empfiehlt uns noch in das Restaurant hier um die Ecke zu gehen, dort gibt es wohl gutes Essen und die Aussicht muss auch super sein. Wir bedanken uns, denn Hunger haben wir mittlerweile schon ein wenig, und blicken uns um. Schneller als Gedacht sind wir an der „Ordensburg“ Vogelsang angekommen.

Natürlich haben wir auch diesen geschichtsträchtigen Ort angeschaut und viele Infos und Eindrücke mitgenommen. Am 01.01.2006 wurden erstmal die Tore der nationalsozialistischen „Ordensburg“ Vogelsang für die Öffentlichkeit geöffnet. 1934 wurde hier der Grundstein gelegt, mit dem Ziel den Nachwuchs für die Parteielite der NSDAP auszubilden. Obwohl die Bezeichnung „Ordensburg“ auf eine Mittelalterliche Wohn- und Wehranlage hinweist, hat Vogelsang nicht mit einer Burg in diesem Sinne gemeinsam. Der Begriff passte gut in die nationalsozialistische Ideologie und wurde daher aufgegriffen. Die Landschaft wurde, beim Bau,  in die Architektur mit einbezogen und verstärkte so die Wirkung des Ganzen. In der Anlage sollte der „neue deutsche Mensch“ geformt werden. Unterrichtsfächer wie Rassenkunde, Geopolitik und Geschichte standen neben Sport im Vordergrund der Ausbildung der ausgewählten Männer (alle um die 25 Jahre). Die Ausbildung wurde bereits nach zwei Jahren Bauzeit im Jahr 1936 begonnen. Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges 1939 wurde die Ausbildung abrupt beendet. Nachdem die Briten 1946 den Truppenübungsplatz errichtet hatten, war die Anlage, wir oben erwähnt, bis Ende 2005 nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich.  Heute besuchen ca. 200.000 Gäste pro Jahr die Anlage. Diverse Rundgänge und Führungen werden angeboten und man kann hier sicherlich mehr als einen Tag damit verbringen über dieses Kapitel der Geschichte zu lernen. Diverse Ausstellungen und das Restaurant laden die Besucher zum Verweilen ein. Und auch wir nutzen diese Möglichkeit gerne aus.

Der Ausblick ist wirklich imposant und als wir so an unserem Essen knabbern und was kühlen trinken schweifen die Gedanken doch immer wieder ab und man versucht sich vorzustellen, was hier vor vielen vielen Jahren passiert ist…  Mit einem komischen Gefühl beschließen wir dann aber doch, dass wir weiter müssen. Einige Kilometer haben wir heute ja noch vor uns.

Die kleine Wildkatze ist schnell wieder gefunden und die 16% Steigung machen uns doch zu schaffen… schön, dass hier auch noch ein Schild steht wie steil es denn nun wirklich bergauf geht… toll…

Es geht ein bisschen durch den Wald und dann kommen wir wieder aufs freie Feld. Hier finden wir aber einen Baum und machen in dessen Schatten nochmal kurz Pause. Wir werden von zwei Wanderern überholt, die mir irgendwie bekannt vorkommen, aber ich kann nicht genau sagen woher. Vielleicht vertue ich mich auch. Vielleicht haben wir die zwei einfach schonmal auf dem Weg gesehen, man sieht ja doch irgendwie immer mal wieder die gleichen Gesichter.  Wir gehen weiter und es geht immer mal wieder bergauf und wieder etwas runter, zum Glück alles im Wald. Wir schwitzen zwar ganz fürchterlich und trinken was das Zeug hält aber da müssen wir halt durch und Spaß macht es allemal. Irgendwann sehen wir die beiden Wanderer von vorhin wieder, die zwei machen eine Pause und dann erkennen wir uns auch! Das ist der Herr, der uns heute Morgen auf den richtigen Weg zum Eifelsteig schicken wollte. Er uns seine Frau sind nämlich auf dem Eifelsteig unterwegs. So schließt sich der Kreis wieder 😊 Wir quatschen ein bisschen und dann gehen wir weiter. Vielleicht sehen wir uns ja nochmal. Noch knapp zwei Kilometer und dann sollen wir unser Hotel erreicht haben. Es geht auch immer weiter bergab, und wir können schon Häuser sehen.

Ein bisschen habe ich mich doch geärgert, denn an manchen Häusern waren kleine Kästen angebracht, in denen Honig aus der eigenen Imkerei stand und eine Kassette, in die man 5 € legen sollte und dann kann man sich ein 500ml Glas Honig mitnehmen. Hätte ich das doch mal gemacht! Aber in dem Moment hatte ich keine Lust 500g mehr mit mir rumzuschleppen. Da gibt es sicherlich später nochmal… Nein, tut es nicht.

Also wenn ihr tatsächlich frischen Honig haben wollt, dann solltet ihr den auf jeden Fall auf dieser Etappe mitnehmen! Auf den folgenden zwei Etappen gibt es das nicht mehr. Wirklich schade, aber dann wissen wir für die nächste Tour Bescheid, denn den Wildnis-Trail werden wir bestimmt nochmals laufen. Schon allein um zu sehen, wie sich die Natur nach und nach alles wiederholt.

Wir kommen in Gemünd an und finden unser Hotel. Erfreut stellen wir fest, dass es sogar ein Restaurant hat. Dann stellen wir fest, dass Montags und Dienstag Ruhetag ist… naja, dann werden wir uns wohl nachher noch wo anders was zu essen holen gehen. Viel Hunger haben wir durch das Mittagessen nicht mehr, aber eine Kleinigkeit sollte es schon noch sein. Die Dame hat uns schon erwartet und zeigt uns das Zimmer. Es ist nicht besonders groß und für die Dusche sollte man auch nicht zu dick sein, aber vollkommen ausreichend. Es ist sauber und wir haben ein großes Fenster, was wir öffnen können, leider keinen Balkon, aber das ist ja auch nicht so schlimm. Eigentlich hatten wir überlegt in Gmünd noch ins Freibad zu gehen, der Weg ist uns dann aber doch zu weit. Erstmal gehen wir duschen und waschen den Dreck vom Tag ab. Danach brüten wir ein bisschen über dem bekannten Kartenanbieter und stellen fest, dass 500 Meter von hier ein Netto ist. Das reicht doch! Wir können was zu trinken besorgen und eine Salatschale. Mehr brauchen wir heute nicht. Gesagt getan! Schnell runter zum Netto uns langsam wieder den Berg rauf 😉

Morgen können wir bereits um 7 Uhr frühstücken und das werden wir auf jeden Fall in Anspruch nehmen, dann kommen wir auch schön früh los. Im TV und auch durch die Familie erfahren wir, dass schwere Unwetter für Deutschland angekündigt sind. Na super, jetzt war es so lange so heiß und ausgerechnet dann, wenn wir unterwegs sind sollen schwere Gewitter kommen. Da wollen wir natürlich nicht reingeraten. Wir gucken uns in den Nachrichten noch die Prognose an und entscheiden dann, dass wir morgen früh beim Frühstück eine Entscheidung treffen, was wir machen. In der allergrößten Not bestellen wir ein Taxi und fahren erstmal zur nächsten Unterkunft. Oder, wenn es das Wetter zulässt, gehen wir normal los und bei Bedarf können wir die Strecke auf weniger als die Hälfte abkürzen, das haben wir schon in der Karte gesehen. Also alles kein Drama, aber man muss ja vorbereitet sein.

Zeitig gehen wir ins Bett, das Fenster lassen wir sperrangelweit auf, es muss ja ein bisschen Luft ins Zimmer kommen. Irgendwann um 03 Uhr werden wir wieder wach. Es blitzt und donnert ganz ordentlich… Das kann ja was werden. Da es nicht regnet und wir beide faul sind, lassen wir das Fenster auf und beobachten die Blitze in der Ferne. Vielleicht wird es bis später noch besser. Wir werden sehen, es sind ja noch ein paar Stunden bis wir los müssen.

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Today we have to through the open country of the Dreiborn plateau into the valley of the Urft. From Einruhr to Gemünd. The distance is indicated with 20,5km.

This morning, just before 7 am, we were woken up by the alarm clock. Surprisingly we both have no problems with our legs, nothing hurts too much and there is no muscle ache yet. A warm shower after getting up relaxes the muscles a bit more and we are actually quite fit again. Since we still have some time, because we can start breakfast at 8:00 o’clock, we pack everything  that we no longer need into our backpacks. We also replenish the water supplies. My water bubble has to be put in my backpack first, later it’s too much stuffing and I’m worried that the cover will somehow be damaged and that all the water will leak out. That really wouldn’t be nice… So first the bubble and then everything around it 😉

We grab the room key and go to the café next door for breakfast. Unfortunately we don’t have breakfast until 8 o’clock, that’s a small damper for the further planning of the day, but it can’t be changed, so we get started later than we hoped. Thus we will have to cross the plateau exactly at lunchtime and today it is going to be over 35°C. I’m sure it’s gonna be pretty exhausting. But we don’t give that much thought to that yet. First we want to have breakfast. We are greeted nicely and immediately get an Orange juice and a coffee or tea. We get the house breakfast, there is no buffet. 4 rolls, a sausage and cheese platter, butter, jam and honey. That’s enough, and if there’s anything else we need we should let her know. By 9 o’clock we are ready to go!

We already handed in the key. Shortly after we leave and follow the little wildcat, a man calls after us. We stop, he catches up and asks and whether we are hiking on the Eifelsteig, because then we would be wrong here. We explain to him that we go the wilderness trail and then we thank him that he worries about us and wanted to show us the right way. We continue and decide at a fork for the light version of the trail, along the Urft. We still have enough km ahead of us and then two more days of hiking and it is getting very hot today. We don’t want to overdo it in this weather, because even at  9am it is already warm and one can see that it will be a hot day.

The first km are quickly completed, because we walk on flat paths and then we meet an older gentleman with a bike. He asks us if we are hiking the Eifelsteig, because yesterday he talked to a Dutchman who was travelling alone. He complained that he is always travelling alone and has no female company. I wonder if the guy is trying to set us up right now… We don’t know for sure, but we suspect it. He praised us that we decided to hike. Not so much young folk does ist anymore He also like to hike in his youth and now he switched to a bike. We talked a litte more and he told us that he rides his bike for about 5000-6000km a year. And alls this while the man is in his early 80s! He definitely looks his age. He was also happy about the compliment and we said goodbye. Quite quickly we have already reached the Urftstaumauer. We turned off the road for a short while, because we didn’t want to miss the view. That’s impressive. Here we took some photos and took a little break.

Urftstaumauer
Urftstaumauer

On the way we saw the woman again, whom we already saw yesterday, who obviously also runs the wilderness trail… We saw a lizard speeding and then it was already further. Actually we wanted to go for a drink in the café at the dam wall, but then we would have had to walk over the entire dam wall and it was already so hot that we simply did not want to walk over the asphalt in the blazing sun. We weren’t that thirsty and we will certainly see enough sun later on. So we go on -uphill. Through much, very much, sun we walk over a plateau and let ourselves roast – the star burns. Obviously we have reached the open country of the Dreiborn plateau. It was really like opening the oven and then the hot air is smashing in your face. Yesterday we were already glad that the dogs are not with us and today our decision is confirmed again. They definitely wouldn’t have liked that. There is no wind and the sun comes vertically from above, so that there is almost no shade even with the few trees around us.

We’ll hike the trail in the sun and just take a mini-break for a drink. We really don’t want to stop here too long. A pity actually, because the view is very beautiful. If it wouldn’t be so warm, then one could take a lot of time here and look around and take many photos. But the forecourt to hell can’t be much cooler and we want to leave it behind us quickly.

We arrive in Wollseifen. Wollseifen was probably founded in the 12th century. It was a predominantly agricultural village and due to the construction of the original dam, progress was noticeable quite early on, as the first tourists arrived and weekend houses were built. In 1922, Wollseifen already had electric light. The „Ordensburg“ Vogelsang is about an hour’s walk away. This was built in the 1930s and provided many people in Wollseifen with a job for several years. In 1944, the entire town was badly damaged by a bombardment and the people had to be evacuated. A few months later, however, they returned to their heavily destroyed homeland and began reconstruction. However, the fate of Wollseifen was quickly sealed by a decision of the British military government in 1946. A military training area was to be build on the plateau around Dreiborn, Vogelsang and Wollseifen. 550 people had to leave their home forever within a month, only the dead in the cemetery remained behind. Ona special day once a year the former Wollseifener were allowed to visit their dead. This went on until 1955 when the dead were moved to new gravesites. Today the church, the old school, a transformer house and the chapel of Wollseifen are still preserved. In the 1980s, 20 houses were erected in which the Belgian armed forces practiced street fighting. Today all this is located in the national park area and is available to the public. A few meters away are further building remains, the ruins of the planned village of Vogelsang. 60 apartment buildings were to be built, in which the families of the regular staff of the „Ordensburg“ Vogelsang were to live. However, it has never come to that, because in 1941, due to the war, a building freeze was imposed. Today nature has already regained possession of the shell structures again.

Alte Schule Wollseifen
Alte Schule Wollseifen
Alte Schule Wollseifen
Altes Trafo-Häuschen

Really very impressive and somehow also depressing… We follow our wildcat and quickly land back in the forest. It’s more pleasant here than on the plateau. We find a small stream and take a break. There’s really not much water in it, but it’s enough to cool hands and feet.

Things continue to go uphill. A short but steep stretch makes us sweat again. At the top two mountain bikers are already waiting for us to clear the way. The first of them plunges down the mountain and we can only be amazed, we wouldn’t dare. The second one recommends us to go to the restaurant around the corner, there is good food and the view must be great. We thank him, because we are already a little hungry and look around. Faster than we thought we arrived at the „Ordensburg“ Vogelsang.

Of course we also visited this historic place and took a lot of information and impressions with us. On 01.01.2006 the gates of the National Socialist „Ordensburg“ Vogelsang were opened to the public for the first time. The foundation stone was laid in 1934 with the aim of training young people for the party elite of the NSDAP. Although the name „Ordensburg“ refers to a medieval residential and military complex, Vogelsang has nothing in common with a castle in this sense. The term fit well into the National Socialist ideology and was therefore taken up. The landscape was integrated into the architecture during construction, thus enhancing the effect of the whole. The „new German man“ was to be formed in the plant. Subjects such as racial studies, geopolitics and history were at the forefront of the training of the selected men (all around 25 years of age) in addition to sport. Training began in 1936 after only two years of construction. With the outbreak of the Second World War in 1939, training was abruptly ended. After the British built the military training area in 1946, the facility, as mentioned above, was no longer open to the public until the end of 2005. Today, approximately 200,000 guests visit the facility every year. Various tours and guided tours are offered and one can certainly spend more than a day here to learn about this chapter of history. Various exhibitions and the restaurant invite the visitors to linger. And we are also happy to take advantage of this opportunity.

The view is really impressive and while we nibble on our food and drink, our thoughts wander off again and again and we try to imagine what happened here many years ago… With a strange feeling we decide that we have to continue our way. We still have a few kilometres to go today.


The little wildcat is quickly found again and the 16% gradient is not that encouraging… nice that there is also a sign here how steep it really is going uphill… 

We walk a little through the forest and then we get back out into the open field. Here we find a tree and take another short break in its shadow. We are overtaken by two hikers who seem familiar to me, but I can’t tell exactly where from. Maybe I’m wrong. Maybe we have already seen them on the way, you see the same faces every now and then. We go on and it goes uphill and downhill again and again, luckily everything in the forest. We sweat quite terribly but it is fun. At some point we see the two hikers from before again, the two take a break and then we recognize each other! This is the gentleman who wanted to send us on the right path to the Eifelsteig this morning. He and his wife are hiking the Eifelsteig. So the circle closes again 😊 We chat a little and then we go on. Maybe we’ll see each other again… Another two kilometers and then we should have reached our hotel. It keeps going downhill and we can already see houses.

I was a bit annoyed, because on some houses there were small boxes in which held honey and a cassette, in which one should put 5 € and then one can take along a 500ml glass of honey. I wish I’d done that! But at that moment I didn’t want to carry around 500g more. There will surely be another one later… No, there aren’t! 

So if you really want fresh honey, you should definitely take it with you on this stage! A real pity, but then we know better for the next hike, because we will certainly hike the wilderness trail again with our dogs. Just to see how nature changes everything little by little.

We arrive in Gemünd and find our hotel. We are pleased to note that it even has a restaurant. Then we find that Monday and Tuesday are closed… well, I guess we’ll go and get someplace else to eat later. We are not very hungry anymore because of lunch, but we should eat little something. The lady was already waiting for us and shows us the room. It’s not very big, but it’s enough. It’s clean and we have a large window, unfortunately no balcony, but that’s not that bad. Actually we had thought about going to the outdoor swimming pool in Gemünd, but the way is too far for us. First, we’ll take a shower and wash off the dirt of the day. After that we brood a bit over the well-known map provider and realize that 500 meters from here is a supermarket. That’s enough, isn’t it? We can get a drink and a salad bowl. That’s all we need today. So it is said than done! Quickly down to the supermarket and slowly uphill again 😉

Tomorrow we can have breakfast already at 7am and we will definitely take advantage of this, then we will have a nice early start. On TV and also through the family we learn that heavy storms have been announced for Germany. Great, now it was so long so hot and just then when we are on the way heavy thunderstorms are about to come. Of course, we don’t want to be stuck in one. We look at the forecast in the news and then decide that tomorrow morning at breakfast we will make a decision about what we will do. In the greatest need we order a taxi and drive to the next accommodation. Or, if the weather allows it, we leave normally and if necessary we can shorten the distance of the hike on less than half, we already saw that in the map. So no drama, but you have to be prepared.

We go to bed early, we leave the window open all the way, there has to be some air in the room. Sometime at 3am we wake up again. Thunder and lightning are playing chase in the sky…. Since it is not raining and we are both lazy, we leave the window open and watch the lightning in the distance. Maybe it’ll get better later. We’ll see, it’s still a few hours till we have to go.

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