Die Geschichte des Zughundesports

Die Geschichte des Zughundesports

Eher unbekannt ist die Tatsache, dass es Zughunde schon seit vielen Jahrhunderten gibt. Hier sind unter anderem die großen Zughunderassen, wie z.B. der englische Mastiff zu nennen. Diese habe beispielsweise im Krieg kleine Kanonen gezogen oder andere schwere Dinge, wie kleine Versorgungskarren. Weitere typische Zughunde waren früher auch der Berner Sennen Hund, Neufundländer und Bernhardiner. Auch der deutsche Rottweiler oder andere bullartige Rassen und Mischlinge wurden als Arbeitshund für mittelschwere Lasten eingesetzt.
Am bekanntesten sind aber wahrscheinlich die nordischen Rassen, zu denen der Husky, Malamut oder auch der Grönlandhund gehören.
Eine der ältesten nachzuweisenden Erwähnung eines Zughundes in der Geschichte ist eine Beschreibung auf einer griechischen Vase, datiert auf etwa 500 v. Chr. Hier schreibt der römische Geschichtsschreiber Lampridius (218 bis 222 n. Chr ):
„Die Hunde wurden nicht nur gefüttert mit Gänseleber, sondern ihrer vier vor einen Wagen gespannt und mit ihnen in seinem Palast und auf den Landgütern herumkutschiert.“

Von der Zeit des Mittelalters bis in das 20. Jahrhundert hinein war es eine, im Vergleich zu Pferd oder Esel, einfache Variante für den „kleinen Mann“, Hunde als Zugtiere vor die Karren zu spannen. So soll es um 1900 noch rund 150.000 derartige Karrenhunde gegeben haben.
Einer der Hauptgründe für die damalige Haltung von Zughunden dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit die relativ günstige Anschaffung und Haltung dieser gewesen sein. 
Gerne wurde von den Menschen die Eigenschaft der Hunde genutzt, über längere Strecken das bis zum Fünffachen seines Körpergewichtes ziehen zu können.

In den nördlichen Ländern Europas und Amerikas, sowie in Sibirien werden Hunde wie z.B. der Siberian Husky oder der Samojede auch heute noch als Schlittenhunde eingesetzt. Das besondere an diesen Hunden ist, dass sie im Rudel und im Gespann ein ausgeprägtes Sozialverhalten aufzeigen, dass dem eines Wolfsrudels ähnelt.
Schlittengespanne mit Hunden waren und sind immer noch eine zentrale Grundlage der Kultur, der im hohen Norden lebenden Völker, wie den Eskimos in Nordamerika oder den Tschuktschen in Sibirien.

Heute werden im Hundesport vor allem die nordischen Hunderassen in Hundeschlittenrennen eingesetzt. Beim sog. Mushing werden typischerweise ein bis acht Hunde eingespannt. In der offenen Klasse können die Gespanne aber auch größer sein.

Im Allgemeinen gibt es folgende Klassenunterscheidungen:

  • Klasse A: sieben bis acht Hunde
  • Klasse B: fünf bis sechs Hunde
  • Klasse C: zwei bis vier Hunde
  • Klasse D: zwei Hunde
  • Klasse O: zehn bis vierzehn Hunde

Der Mensch (Musher) kommuniziert dabei hauptsächlich mit dem Leithund, der nicht automatisch der Ranghöchste im Rudel sein muss.
Aus dem Hundeschlittensport haben sich weitere Sportarten entwickelt, wie z.B. das Dogscooting, Canicross, Bikejöring oder Skijöring. Bei all diesen Sportarten steht heute das Wohl und die Gesundheit der Hunde im Vordergrund.
Der Egoismus des Menschen, um möglichst immer auf den ersten Plätzen zu landen, hat hier absolut nichts verloren.

Wir möchten euch auf unserer Homepage die Sportarten nun genauer vorstellen, die wir mit unseren Hunden betreiben.